Ron Paul: Mit Gold und Krypto gegen den Dollar

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Ron Paul redet auf der Republican Leadership Konferenz in New Orleans 2011 | © Depositphotos
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Der einflussreiche US-Politiker und ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Ron Paul hat sich erneut positiv zu Kryptowährungen geäußert. In einem tiefschürfenden Artikel für Mises.org behandelt er Vergangenheit und Zukunft der amerikanischen Geldpolitik und nennt neben Edelmetallen auch Krypto als wichtiges Werkzeug zur Ablösung des Dollar-Zentralbank-Systems.

Die meisten Leute sind schon froh, wenn der Opa ein Mobiltelefon einigermaßen benutzen kann. Einen 82-Jährigen zu finden, der etwas von Bitcoin versteht, ist da schon fast ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings nur fast. Denn der libertäre Politiker Ron Paul führt nicht nur einen erfolgreichen Youtube-Kanal, er hat auch schon im Jahre 2013 prophezeit, dass „Bitcoin den Dollar zerstören könnte“.

Der gelernte Arzt kandidierte bereits 1988 für das Präsidentenamt, damals noch für die Libertäre Partei. Obwohl er 2008 und 2012 als Republikaner antrat, blieb er seinen politischen Grundüberzeugungen treu. Er möchte weiterhin die erdrückende Macht des Staates beschneiden und den Menschen ihre Freiheit zurückgeben. Wie Präsident Trump, prangert er den „Deep State“ an. Also die dunklen Netzwerke ungewählter Bürokraten, die die Wirtschaft hinter den Kulissen lenken, sodass von einem freien Markt im heutigen Amerika keine Rede sein könne.

In seinem Artikel zeigt Ron Paul, wie die Macht dieser Schattenmänner zu brechen ist. Man müsse ihnen nur die mächtigste Waffe entziehen: Die Macht, Dollars aus dem Nichts zu schaffen.

Die Trennung von Staat und Geldschöpfung

Staatliche Monopole sind Libertären wie Paul ein Dorn im Auge und was sind staatliche Zentralbanken anderes als die Monopolisierung der Währung? Ohne Zugriff auf ein Konkurrenz-Produkt mussten die Menschen lange genug zusehen, wie die Regierungen hemmungslos Geld drucken und die Ersparnisse ihrer Untertanen entwerten.

Eine Währung die dagegen an ein endliches Gut gekoppelt ist, z.B. Gold kann nicht einfach vermehrt und damit wertlos gemacht werden. Aber warum überhaupt nur eine Währung? Paul setzt für 
den Fall einer Reform oder des Zusammenbruchs des Dollars auf
 viele Edelmetalle und Kryptowährungen, die untereinander im freien
 Wettbewerb stehen. Handel vor Ort könne man z.B. in Gold 
abwickeln, für Langstreckentransaktionen dagegen Krypto
verwenden. Währungsmanipulation durch einen Finanzminister oder Zentralbankchef könnte dadurch unterbunden werden.

Paul geht in seinem Artikel bewusst nicht in die technischen Details und nennt keine Kryptowährung (nicht einmal Bitcoin) explizit beim Namen. Er bietet viel mehr eine politische, ökonomische und historische Analyse. Gerade so einen Text sollte man sich öfter zu Gemüte führen, wenn man das große Bild sehen und sich nicht in Haarspaltereien über die kleinen Vorzüge mancher Coins gegenüber anderen verlieren will.

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