Crowdmining statt Crowdfunding – Give Bytes ermöglicht Spenden von Rechenleistung

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© Givebytes
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Als weltweit erste Plattform macht Give Bytes es möglich Rechenleistung anstatt Geld zu spenden. Dafür nutzt es die Blockchain-Technologie, die darauf angewiesen ist, dass Nutzer zur Sicherung des Netzwerks Rechenleistung zur Verfügung stellen. Entlohnt werden diese dann im Umkehrschluss mit Kryptowährungen.

Projektfinanzierungen haben in Zeiten des Internets eine neue Dimension erhalten. Anstatt in der Nachbarschaft zu hausieren, schalten Projektleiter heutzutage eine Anzeige auf einer Plattform wie z.B. Kickstarter ein. Crowdfunding nennt sich das. Handelt es sich um ein karikatives Projekt, finden sich trotz Anonymität des Internets immer wieder sehr großzügige Spender. Nicht selten kommt es vor, dass der Wunschbetrag deutlich übertroffen wird. Aufgrund der Vielzahl von Projekten, die auf Spenden angewiesen sind, gehen viele auch in der Masse unter.

Wenn es nach Give Bytes geht, einem neuen Unternehmen, das von dem Polen Jacob Pitrowski im Februar 2018 erdacht wurde, soll Crowdfunding im Zeitalter der Blockchain-Technologie durch Crowdmining abgelöst werden. Crowdmining ist ein von Pitrowski geprägter Kunstbegriff, der das Modell von Give Bytes knapp zusammenfasst. Anstatt einem Projekt Geld zu spenden, kann diesem auch einfach ungenutzte Rechenkapazität zur Verfügung gestellt werden – so die Idee.

Das geht ganz einfach. Wer Give Bytes’ Webseite besucht, wählt ein Wunschprojekt aus, das man zu fördern gedenkt, klickt auf das Feld „Start Mining“ und beginnt mit der Spende. Zur Zeit hat Give Bytes seine Software so eingestellt, dass lediglich Monero geschürft werden kann. Künftig sollen weitere Coins hinzukommen. Monero wurde ausgewählt, da das Mining des Coins durch einen ASIC-resistenten Algorithmus CryptoNight auch noch für einfache Prozessoren (CPUs) profitabel ist. Erst kürzlich wurde die Software von Bytecoin auf Monero umgestellt. Als Reminiszenz an die Anfänge des Projektes bleibt aber das Bytecoin-Symbol im Logo der Plattform erhalten.

Bis auf Stromkosten bezahlt der Nutzer nichts. Da bei der Nutzung eines digitalen Endgerätes in der Regel nur 10-30% der verfügbaren Rechenkapazität genutzt werden, schlummern die restlichen 70-90% unangetastet im Innern des Rechners. Give Bytes verschafft sich Zugriff darauf und nutzt es für die Förderung z.B. karikativer Zwecke.

Auch wenn acht Stunden Mining nur etwa einen Ertrag von umgerechnet 0,01€ bis 0,25€ abwerfen, können Projekte ihren Wunschbetrag zusammenbekommen – vorausgesetzt Give Bytes‘ Vision macht seine Runde und das junge Unternehmen kann in Zukunft täglich tausende Besucher auf seiner Seite versammeln.

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