Coinbase kündigt an, demnächst zahlreiche Altcoins zu listen

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Coinbase will nun endlich weitere Digitalwährungen listen | © Coinbase
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Die Exchange Coinbase hat einen neuen Prozess vorgestellt, dank dem in Zukunft schneller weitere Kryptowährungen zum Handel angeboten werden können. Allerdings könnten einzelne Coins nur in bestimmten Regionen erhältlich sein. Bislang kann man über Coinbase fünf beliebte Digitalwährungen an- und verkaufen.

Das Team der aus Amerika stammenden Exchange Coinbase hat auf einen häufig geäußerten Wunsch ihrer Kunden reagiert. Sie möchten in Zukunft deutlich mehr Kryptowährungen zum Handel anbieten. Konkrete Coins wurden in dem entsprechenden Artikel auf der Veröffentlichungsplattform Medium nicht genannt.

Neues Listungsverfahren

Dafür wurde ein neues Verfahren zur Listung weiterer Währungen vorgestellt. Über ein neues Antragsformular können Entwickler nun ihre Tokens der Exchange anbieten. Sollten diese den Kriterien des kürzlich überarbeiteten Digital Asset Framework entsprechen, kann eine Listung erfolgen.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die Gesetzeskonformität des Coins. Coinbase möchte der Tatsache Rechnung tragen, dass die Regierungen dieser Welt Kryptowährungen unterschiedlich behandeln. Deswegen werden in Zukunft neue Coins zuerst in den Regionen eingeführt, die den Handel rechtlich erlauben. Das Angebot wird sich also je nach Land des Nutzers unterscheiden.

Bisheriges Konzept: Wenige Coins, dafür einsteigerfreundlich

Bislang hatte Coinbase den An- und Verkauf von fünf beliebten Kryptowährungen angeboten. Neben Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC) wird seit diesem August auch Ethereum Classic (ETC) angeboten.

Trotz der geringen Auswahl gehört Coinbase zu einer der weltweit beliebtesten Exchanges. Grund dafür ist vor allem, dass Coinbase dank guter Kontakte zum Bankensektor auch den Kauf von Bitcoins mit Fiatgeld wie Euro und US-Dollar ermöglicht. Man kann ganz einfach per Überweisung oder Kreditkarte einige Euros an Coinbase schicken und sich davon seinen ersten Bitcoin(-bruchteil) kaufen. Andere große Exchanges wie etwa Binance oder OKEX unterstützen nur den Tausch von Kryptowährungen untereinander.

Neues Listungsverfahren soll Abwanderung von Kunden stoppen

Möglicherweise sah sich Coinbase durch eine Abwanderung seiner Nutzer dazu gezwungen, dem Kundenwunsch nach weiteren Coins nachzugeben. Eine Untersuchung des Forschungsunternehmens diar ergab, dass das Handelsvolumen der Exchange zwischen Januar und Juli 2018 um 83 Prozent gesunken war. Das Coinbase-Team war bisher gehemmt neue Coins zu listen, da man durch ein unseriöses Angebot von Coins die Partnerschaft mit Banken in Gefahr sieht. Diese nämlich sind ausschlaggebend für den Tausch von Fiatgeld in Kryptowährungen.

Bei der Konkurrenz sah die Entwicklung dagegen deutlich besser aus. Binance und OKEX konnten ein ansteigendes Handelsvolumen im Juli vermelden, OKEX sogar einen neuen Rekordwert. Bei der Untersuchung wurden nur die auf Coinbase erhältlichen Kryptowährungen erfasst.

„Schwenk zu einer globalen Perspektive“

Am Dienstag gab Coinbase-Vizepräsident Dan Romero gegenüber CNBC ein Interview in der Show Fast MoneyAuf die internationale Konkurrenz angesprochen, sagte er: „Wir müssen zu einer globalen Perspektive schwenken“. Gerade in Schwellenländern böten sich große Möglichkeiten.

Der Frage, in welchem Land bzw. Kontinent wohl die meisten neuen Coins gelistet werden würden, wich Romero aus. Manche würden wohl in Europa gelistet, manche im Rest der Welt. Letztendlich wolle man aber jede Währung jedem Kunden zugänglich machen.

Welche weitere Kryptowährung sollte Coinbase als Nächstes hinzufügen? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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