Binance zeigt sich wohltätig – spendet alle Listungsgebühren

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Binance zeigt sich wohltätig und spendet künftig Gelder, die es durch Listungen neuer Coins erhält. | © Depositphotos
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Binance, die weltweit größte Exchange, will von nun an alle Gebühren für die Listung neuer Coins für einen guten Zweck spenden. Im Sommer hatte Binance mit der Blockchain Charity Foundation eine eigene Wohltätigkeitsorganisation gegründet.

Binance, die Exchange mit dem weltweit größten Handelsvolumen, möchte sich nicht mehr durch Gebühren für die Listung weiterer Kryptowährungen bereichern. Wie die Support-Seite der Kryptobörse heute bekannt gab, dürften Antragsteller nun selbst einen Betrag nennen, der dann für wohltätige Zwecke gespendet werde. Eine große Spende führe aber nicht zwangsläufig zu einer schnelleren Listung.

Ende eines mutmaßlichen Millionengeschäfts

Eine Listung auf einer bedeutenden Exchange wie Binance kann einem Token einen beträchtlichen Preisschub verschaffen. Laut der Nachrichtenseite Crypto Briefing steigt ein Coin nach seiner Aufnahme durch Binance durchschnittlich 80 Prozent im Preis.

In der Vergangenheit wurde der weltgrößten Exchange vorgeworfen, sich durch unverhältnismäßig hohe Listungsgebühren an kleinen Kryptoprojekten zu bereichern. So behauptete Expanse (EXP)-Mitgründer Christopher Franco, dass Binance von ihm 4.000 Bitcoin (über zwei Millionen Euro) verlangt habe.

Binance-CEO Changpeng Zhao (auch bekannt als CZ) widersprach dieser Behauptung auf Twitter: „Wir listen keine Shitcoins, egal ob sie uns 400 oder 4.000 Bitcoin bezahlen“. Sein Unternehmen achte vor allem auf die Qualität der Tokens und nicht darauf, wie viel Geld ihm die Entwickler anböten.

Binance als Wohltäter

Bei voraussichtlichen Profiten von bis zu einer Milliarde Dollar in diesem Jahr, kann es sich die Exchange leisten, eine eigene gemeinnützige Stiftung zu unterhalten. Diesen Juli gründete Binance die Blockchain Charity Foundation, laut eigenen Angaben die „weltweit erste dezentralisierte Wohltätigkeitsstiftung“. Seit September unterhält diese eine Partnerschaft mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).

Mit der heutigen Entscheidung zum Spenden der Listungsgebühren hat Binance nicht nur positive Aufmerksamkeit auf sich selbst gelenkt, sondern kann sich auch als moralischer Vorreiter der Branche präsentieren. „Hoffe, andere werden folgen“, schrieb Zhao heute auf Twitter.

Können zentralisierte Exchanges auch eine positive Rolle spielen oder sollen sie „in der Hölle schmoren“, wie es Vitalik Buterin im Juli formulierte? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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