Nein, Banken sind durch den Bitcoin nicht in Gefahr!

08.09.2019 22:57 1715 mal gelesen Lesezeit: 3 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Bitcoin und traditionelle Banken bedienen unterschiedliche Finanzbedürfnisse und Märkte, wodurch eine direkte Konkurrenz oft nicht gegeben ist.
  • Banken passen sich zunehmend an die Blockchain-Technologie an und integrieren sie in ihre Dienstleistungen, was ihre Position stärkt.
  • Regulatorische Hürden und Sicherheitsbedenken bei Kryptowährungen sorgen dafür, dass viele Kunden weiterhin den etablierten Banken vertrauen.

War diese Information für Sie hilfreich?

 Ja  Nein

Eines der größten Missverständnisse unter Bitcoin-Enthusiasten ist, dass der Bitcoin das globale Bankensystem dem Boden gleichmachen wird. Bitcoin wird als eine Art Messias angesehen, der auf die Erde kam, um uns von den korrupten Bankern zu erlösen. Hat er aber wirklich das Potenzial dazu? Nein, das hat er nicht. Der Bitcoin soll uns, vielen seiner Anhänger zufolge, von unseren Problemen erlösen. Denn – so die Logik – er wird die Banken abschaffen.

Die Argumente dieser Personen gehen in folgende Richtung: Der Bitcoin erlaubt einen Geldtransfer von Person zu Person. Banken können nicht mehr als Mittler auftreten, also fallen sie weg. So weit, so gut. Aber sind Banken wirklich nur dazu da, Geldtransfers abzuwickeln? Nein. Ein Blick zurück in die Geschichte des Bankenwesens gibt uns hier Aufschluss.

Historisch gesehen, von der florenzer Medici Familie angefangen, bestand die Funktion des Bankenwesens darin, Kredite auszugeben. Banker verliehen also Geld und erhielten dafür im Gegenzug nach einer gewissen Zeit das Geld plus Zinsen wieder zurück. Ein lukratives Geschäft. Banken wurden immer einflussreicher, da kaum ein anderer Geschäftsbereich so rentabel war. Ihr Einluss erlaubte den Bankern, sich mehr und mehr zu institutionalisieren.

Insbesondere nach der industriellen Revolution sahen Geschäftsmänner ein, wie wichtig die Aufnahme von Kredit zur Vergrößerung ihrer Firmen war. Je abhängiger die Marktteilnehmer von Banken wurden, desto mächtiger wurden diese. Einen signifikanten Machtzuwachs erfuhren Banken aber vor allem nach dem sogenannten Nixon-Schock. Der ehemalige US-Präsident Richard Nixon schaffte den Goldstandard ab und bahnte Banken damit faktisch den Weg, fortan Geld aus dem Nichts zu schaffen. Noch mehr Macht erhielten Banken dann schlussendlich durch die Erfindung der Kreditkarte.

Seitdem wird jede nicht in Bar vollzogene Transaktion über Banken abgewickelt. Damit kontrollieren sie de facto den gesamten Geldfluss einer Volkswirtschaft.

Existenz von Banken ist nicht in Gefahr

Tatsächlich ist der Bitcoin eine Art digitaler Goldstandard, denn mehr als 21 Millionen wird es niemals geben. So steht es im Protokoll. Eine Etablierung des Bitcoins würde also den Nixon-Schock aushebeln.

Aber bedeutet das auch, dass Banken an sich in Gefahr sind? Nein. Selbst wenn Bitcoin die alleinige Weltwährung stellen würde, hätten Banken ihren Platz in der Welt. Denn es wird in einer industriellen Volkswirtschaft wie der unseren immer den Bedarf zur Aufnahme von Krediten geben. Institutionen mit viel Geld wüssten die Gunst der Stunde zu nutzen und würden Bitcoins für Zinsen verleihen. Dieser Mechanismus ist durch den Bitcoin keineswegs in Gefahr.

Das eigentliche Potenzial von Bitcoin

Ist der Bitcoin also nichts wert? Der Wert des Bitcoins liegt darin, dass er die Möglichkeit eröffnet über das eigene Geld frei zu verfügen. Banken können einem das Konto nicht einfrieren (wie 2010 mit Wikileaks geschehen) und sie können auch nicht beliebig Geld aus dem Nichts schaffen. Sie werden in ihrem Einflussbereich also wieder zurück ins 19. Jahrhundert geworfen - abgeschafft werden sie aber nicht. Gibst Du uns mit unserer Einschätzung recht? Teile es uns in der Kommentarspalte mit!


Einblick in die Beziehung zwischen Banken und Bitcoin

Stellt Bitcoin eine Bedrohung für traditionelle Bankensysteme dar?

Nein, Bitcoin und andere Kryptowährungen stellen nicht unbedingt eine Bedrohung für das traditionelle Bankensystem dar. Allerdings erfordert es Anpassungen und Modernisierungen seitens der Banken.

Können Banken bei der Bitcoin-Technologie mithalten?

Ja, viele Banken nutzen bereits Blockchain-Technologien oder planen dies zu tun. Dies ermöglicht es ihnen, mit der Entwicklungen in der Kryptowelt Schritt zu halten.

Wie interagieren Banken derzeit mit Bitcoin?

Einige Banken haben die Entscheidung getroffen, Bitcoin-Transaktionen zu ermöglichen, während andere eine vorsichtigere Haltung einnehmen. Es ist eine Mischung aus Akzeptanz und Zurückhaltung.

Hat Bitcoin das Potenzial, Banken zu ersetzen?

Trotz des enormen Potenzials von Bitcoin, besteht seine Hauptfunktion derzeit darin, als Wertaufbewahrungsmittel und nicht als vollwertiges Finanzsystem zu fungieren.

Welchen Einfluss hat Bitcoin auf die Zukunft der Banken?

Bitcoin und andere Kryptowährungen könnten die Art und Weise, wie Bankgeschäfte durchgeführt werden, durch die Bereitstellung effizienterer und sichererer Transaktionsmethoden verändern.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
Keine Kommentare vorhanden

Zusammenfassung des Artikels

Bitcoin wird oft als potenzieller Ersatz für das globale Bankensystem angesehen, was jedoch ein Missverständnis ist. Auch wenn Bitcoin eine dezentrale Geldüberweisung ermöglicht, bleiben Banken weiterhin relevant, da sie Kredite vergeben und den Kreditmarkt dominieren. Das eigentliche Potenzial von Bitcoin liegt darin, Verbrauchern die volle Kontrolle über ihr Geld zu ermöglichen und den Einfluss der Banken einzuschränken.

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Um zu verstehen, warum Banken nicht unbedingt durch Bitcoin in Gefahr sind, ist es hilfreich, sich mit der Funktionsweise von Kryptowährungen auseinanderzusetzen.
  2. Eine ausführliche Recherche über das traditionelle Bankensystem und dessen Vergleich mit dem dezentralen System von Bitcoin kann ein tieferes Verständnis schaffen.
  3. Es ist sinnvoll, sich mit den Vor- und Nachteilen von Kryptowährungen im Vergleich zu traditionellen Währungen auseinanderzusetzen.
  4. Informiere dich über die Regulierung von Kryptowährungen in deinem Land, um zu verstehen, wie sie das Bankensystem beeinflussen könnten.
  5. Betrachte den aktuellen Markt und die Rolle, die Banken in der Wirtschaft spielen, um zu verstehen, warum sie durch Bitcoin nicht in Gefahr sind.