Cleyond: Effizientes Kunststoff-Recycling dank Blockchain verbreiten

0
1192
Kunststoff-Recycling wird für Mensch und Tier zur Schicksalsaufgabe | © Cleyond
⏱ Lesezeit: 4 Minuten

Die Firma Cleyond hat dank jahrelanger Recherche ein Verfahren entwickelt, mit dem benutztes Plastik wieder in seine Ausgangsstoffe getrennt werden kann. Ein dringend notwendiger Ansatz, der gerade im Hinblick auf die zunehmende Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoff, zunehmend an Relevanz gewinnen wird. Die Blockchain soll nun dabei helfen, das Konzept rasch zu verbreiten und internationalen Unternehmen zugänglich zu machen.

Jeder weiß es, keiner will es wahrhaben: Unsere übermäßige Nutzung von Plastik ist nicht nachhaltig. Wir können zwar unsere Augen davor verschließen, dass sich alleine im Nord-Pazifik ein Müllstrudel der Größe Mitteleuropas dreht, das Problem lagern wir dadurch allerdings nur auf die nächsten Generationen aus. Denn die Müllhalden in unseren Ozeanen wachsen weiter. Zehn Prozent unserer Kunststoffproduktion landen irgendwo im Meer.

Hinzu kommt, dass der Kunststoff im Laufe der Zeit zerkleinert und von Plankton mit der Nahrung aufgenommen wird. Der Plankton wird von kleinen Fischen verzehrt, sodass der zerkleinerte und krebserregende Kunststoff in der Nahrungskette aufsteigt. Die Firma Cleyond formuliert eine Lösung auf das wachsende Problem des überschüssigen Plastiks. Die im bayrischen Memmingen ansässige Firma hat ein Verfahren entwickelt, mit dem bereits verarbeiteter Kunststoff wieder in seine Einzelteile zerlegt und damit auch wiederverwertet werden kann.

Bislang wird Kunststoff nach seiner Verwendung entweder verbrannt oder nur in geringerer Qualität wieder verwendet. Die erste Variante ist schädlich für die Natur und die zweite für Produzenten schlicht unattraktiv, da für die Produktion meist qualitativ hochwertige Rohmaterialien benötigt werden.

Cleyond hat daher das „Clean Loop“-Verfahren (sauberer Kreislauf) entwickelt. Dieses erlaubt eine Trennung von Polyethylene/Polyamide-Folien in ihre Grundbestandteile Polyethylen und Polyamid. Der Firma gelingt eine sehr saubere und praktisch rückstandsfreie Gewinnung der Rohmaterialien in Form von Granulaten. Das genutzte Lösungsmittel ist außerdem nicht toxisch und damit ökologisch. Hinzu kommt, dass das Geschäftsmodell aufgrund der hohen Nachfrage der Endprodukte äußerst gewinnbringend ist.

Dieses Verfahren konnte seit 2012 in etwa 40.000 Arbeitsstunden, Investitionen von mehr als 10 Millionen Euro und mithilfe von 700 Experimenten entwickelt werden. So gelang es, einen Prozess herauszubilden, der schnell skalierbar ist, aber dabei trotzdem ökonomisch und ökologisch bleibt. Bis 2020 plant Cleyond in Deutschland noch zwei zusätzliche Fabriköffnungen. Über eine Expansion in andere europäische Länder wird momentan diskutiert.

Das Modell lässt sich mit kleinen Änderungen auch auf die Trennung anderer Kunststoffsorten anwenden, wie PET/PE, Aluminium/PE und einige mehr. Die

Qualität der Endprodukte entspricht im „Clean Loop“-Verfahren 99% der Rohmaterialien und wird fortlaufend verbessert und weiterentwickelt.

Das Clean Loop-Verfahren | © Cleyond

Wettbewerber sind gescheitert

Auch wenn die Konkurrenz bekanntlich nicht schläft, ist sie bislang gescheitert. Um zu verhindern, dass die Konkurrenz einfach die Früchte von Cleyonds jahrelanger Recherchearbeit erntet, hat die Firma drei Patentschriften eingereicht, wodurch sie in der Branche nun einen Exklusivstatus besitzt. Besonders an der Herangehensweise der Memminger Fabrik ist vor allem, dass Dampf als Energie-Input herhält und das genutzte Lösemittel im Kontrast zu anderen gänzlich ungiftig ist. Diese Einzigartigkeit, hält dadurch sogar die Türe für eine Verwendung des Plastiks im Lebensmittelbereich offen. Ein hoch gesteckter Anspruch, der aber bei weiterer Optimierung realistisch erscheint.

Um sicher zu gehen, dass Cleyond nicht nur aus subjektiver Sicht diesen Exklusivstatus genießt, hat sich die Firma erfolgreich einer unabhängigen Prüfung unterzogen und dafür TÜV-Siegel erhalten. Damit bildet Cleyond die Speerspitze einer Recycling-Revolution, die in den kommenden Jahrhunderten bitter nötig sein wird.

Deshalb wurde sich für einen ICO entschieden

In Memmingen ist bereits eine vollständig ausgestattete Fabrik am Werke. Daher handelt es sich hier um kein gewöhnliches ICO, das erst einmal fleißig Geld einsammelt und dann ein Entwicklerteam zusammentrommelt, welches dann allmählich anfangen kann, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Das Konzept von Cleyond steht bereits auf stählernen Säulen und muss nun nur noch verbreitet werden. Der Token dient dabei vor allem der schnelleren globalen Verbreitung des Konzepts. Das Geld welches durch das ICO eingesammelt wird, soll eine Recherche und Entwicklung von weiteren Anwendungsfeldern des Clean Loop-Verfahrens entscheidend beschleunigen.

Um die Erlaubnis zu erhalten, die Cleyond-Verfahrenstechnik zu nutzen, muss eine Lizenz für 7,5 Millionen Euro erworben werden, bzw. es müssen 750.000 sogenannter CYO-Tokens eingereicht werden. Ein Token entspricht dabei einem Gegenwert von zehn Euro.

Beim Pre-Sale, der vom 19. September bis zum 15. Oktober dieses Jahres stattfindet, werden die Tokens zum Erwerb der Lizenz für nur 1,5 Euro herausgegeben. Ein Rabatt von 85%, der sich vor allem für große Firmen rechnen wird, die das von Cleyond entwickelte Verfahren in einer eigenen Fabrik anwenden wollen. Der Main-Sale startet am 15. Oktober und endet am 15. Januar nächsten Jahres, oder früher, wenn die Hardcap von 45 Millionen Euro im Main-Sale erreicht ist.

Insgesamt werden nicht mehr als 31,25 Millionen Tokens geprägt. 25 Millionen davon werden im Pre- und Main-Sale herausgegeben, die 6,25 Millionen übrigen, werden für die Vermarktung, das Team, Berater und Bug Bounties ausgegeben.

Token-Ausgabe beim ICO | © Cleyond

Der CYO-Token ist als Nutzungstoken entworfen. Lizenzen werden ausschließlich ausgegeben, wenn der Interessent die dafür notwendige Anzahl an CYO-Token zusammengesammelt hat. CYO repräsentiert demnach Anteile am intellektuellen Eigentum von Cleyond. Neben der Lizenz wird die Fabrik selbst inklusive Materialien benötigt. Sobald eine Lizenz eingelöst wurde, stehen Cleyond diese Tokens wieder zur Verfügung und können zurück in den Markt gespeist werden.

Von technischer Seite handelt es sich bei CYO um einen nicht fungiblen ERC- 721 Token, der (wie jeder ERC-Token) auf der Ethereum-Blockchain basiert. Das erlaubt auch, dass man seine digitalen Münzen beim Erwerb einmalig mit dem eigenen Namen oder einem Spruch markieren kann. Diese digitale Aufschrift wird von diesem Zeitpunkt ab, für immer Teil des Tokens sein.

Der Token ist außerdem vollständig Open-Source programmiert und ab Mitte September auf GitHub einsehbar. Er kann mit Fiatwährungen wie Euro oder US-Dollar oder ganz klassisch mit Bitcoin oder Ethereum erworben werden und wird 14 oder spätestens 21 Tage nach Ende der Pre- und Main-Sale-Phasen ausgegeben. Wer bei der Pre-Sale-Phase 80% der

verbleibenden Tokens erwirbt, schaltet die sogenannte Hero-Option frei und erhält damit die letzten 20% als Bonus oben drauf.

Tokens können hier erworben werden.

Wie bewertest Du Cleyonds Ansatz, Kunststoff mithilfe des Clean Loop-Verfahrens recyclebar zu machen? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here