War on Crypto: US-Offizieller behauptet Russland nutzte Kryptowährungen, um in US-Wahlkampf einzugreifen

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Federal Bureau of Investigation | © Depositphotos
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Robert Mueller, der Sonderermittler der sogenannten Russland-Affäre, behauptet, Russland habe Kryptowährungen dazu genutzt, um die letzte Präsidentschaftswahl zugunsten Trumps zu entscheiden. Beweise dafür liefert er keine.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt der Vereinigten Staaten, Rod Rosenstein, behauptet, der russischen Regierung sei es mittels Kryptowährungen gelungen, anonym in den US-Wahlkampf einzugreifen um Donald Trump zur Wahl zu verhelfen. Das gehe aus den Ermittlungen des Sonderermittlers Robert Mueller hervor, der Beziehungen zwischen Trump und Russland untersucht. Zu dieser Einschätzung kam Rosenstein am Freitag bei einer Pressekonferenz. Beweise für diese Behauptung wurden der Öffentlichkeit bislang nicht zugänglich gemacht.

Rosenstein wittert Verschwörung

Seit 2016 untersucht das FBI, ob und inwieweit die russische Regierung Einfluss auf den letzten amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf geübt habe. Bereits seit 2016 gilt dieser Eingriff in den Zirkeln des amerikanischen Sicherheitsapparates als erwiesen. Bis heute wurden allerdings keine Details genannt. Dennoch reißt die Verschwörungstheorie seitens der US-Behörden nicht ab.

Jetzt will man hinter der Webseite DCLeaks und dem rumänischen Hacker-Pseudonym Guccifer 2.0 eine russische Militäroperation entdeckt haben. „In einer Anstrengung, die Verbindungen zu Russland zu kaschieren, nutzten die Angeklagten ein über die ganze Welt verteiltes Computernetzwerk“, behauptet Rosenstein. Er fügt hinzu, dass sie dieses Netzwerk „mit Kryptowährungen bezahlt haben“. 12 russische Militäroffiziere wurden wegen des Vorwurfs, die Server der Demokratischen Partei gehackt zu haben, angeklagt.

Minute 5:50

Der amerikanische Sicherheitsapparat nutzte Trumps Wahl bereits im Jahre 2016 dazu, die Internetfreiheit zu beschränken. Mit der unverifizierten Behauptung, Fake News (bewusst lancierte Falschmeldungen) seien für die Wahl Trumps ausschlaggebend gewesen, wurde seit Trumps Amtsantritt aktiv Lobby-Arbeit betrieben, um dissidente Medienhäuser zu diskreditieren. Soziale Netzwerke mit Hauptsitz in den Staaten, wie Facebook, Twitter und Instagram, haben in Folge dessen eine breitflächige Löscharbeit vorangetrieben. Alleine Twitter hat dem New Telegraph zufolge in den letzten Monaten um die 70 Millionen Accounts gelöscht. Unter anderem wegen des Vorwurfes, Fake News zu verbreiten.

Ob und inwiefern die US-Regierung den Inhalt dieser Anklage künftig nutzen wird, um Kryptowährungen als „kriminell“ zu verunglimpfen, kann aktuell nur spekuliert werden. Legt man aber vergangene Maßstäbe an, könnte mit dem heutigen Tage der schleichende „War on Crypto“ begonnen haben.

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