Ripple bezahlt US-Demokraten-Lobbygruppe um Regulierungen zu beeinflussen

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Ripple stellt Lobby-Gruppe vor. | © Depositphotos
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Ripple Labs hat sich mit anderen Krypto-Startups zu einer Koalition zusammengeschlossen, die nun mithilfe einer Lobbygruppe bestehend aus ehemaligen Bediensteten der Demokratischen Partei auf Krypto-freundliche Regulierungen hinwirken will. Nur ist das im Interesse der weiteren Krypto-Gemeinde?

Ripple Labs wird künftig eine Lobbygruppe mit dem Ziel leiten, Krypto-Regulierungen zu beeinflussen, wie der Business Standard berichtet. Dazu wurde die Firma Klein/Johnson Group angestellt, welche von ehemaligen Bediensteten der demokratischen Partei geführt wird. Ripple hat sich dafür zusammen getan mit der RippleWorks Foundation, Hard Yaka, einer Krypto-Investmentfirma, PolySign, einem Unternehmen, das als Krypto-Verwalter agieren möchte und Coil, einer Entwicklerfirma für digitale Zahlungsmöglichkeiten. Zu diesem Anlass haben sie die Sicherung von Amerikas Internet der Werte Koalition (SAIV) gegründet.

Die meisten Beteiligten der Koalition gehören zum weiteren Umfeld von Ripple Labs. Coil wurde vom ehemaligen Ripple CTO Stefan Thomas gegründet und steht damit in direkter Beziehung zu Ripple. Und Hard Yaka spezialisiert sich darauf, dass Ripple-Nutzer Guthaben mithilfe von Prepaid-Karten in Echtzeit ausgeben können.

In einer Pressemitteilung betont SAIV, dass die Koalition es sich zum Ziel gemacht hat „Kongress-Politikern und Regierungsbehörden beim Übergang zu einem globalen Finanzsystem“ zu unterstützten. Außerdem streben Sie an, die US-Bundessteuerbehörde IRS mit Expertise im Krypto-Bereich unterstützten zu wollen.

Die Lobbyfirma Klein/Johnson Group wird von der Krypto-Koalition mit monatlich 25.000 US-Dollar sowie 10.000 XRP bezahlt werden. Allerdings kündigte das Unternehmen an, dass es die XRP direkt nach Erhalt in US-Dollar umtauschen wird, da die strikten Regulierungen für Lobbyarbeit dies so gebieten. Aktuell liegt der Preis eines XRP-Tokens bei $0,6.

Chris Larsen, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Ripple Labs, sieht die Bezahlung durch XRP dennoch als entscheidend an. Vor allem erhofft er sich dadurch, dass die Klein/Johnson Group dadurch ein besseres Gespür für die Industrie erhält, für die sie arbeitet.

Krypto-Gemeinde übt Kritik an Ripples Lobby-Arbeit

Allerdings begrüßen nicht alle Krypto-Begeisterten die Lobby-Arbeit von Ripple Labs und Co. Grund ist, dass Ripple als “Banken-Coin” teilweise andere Interessen verfolgt als die weitere Krypto-Gemeinde. Bitcoin z.B. ist nämlich ein Konkurrenzprodukt zum angestammten Bankensystem. Damit unterscheidet er sich maßgeblich vom XRP-Token, der Banken als Unterstützung dienen soll. Wie die Lobbyarbeit von Ripple im Detail aussehen wird, steht noch offen. Dass die Klein/Johnson-Group zu keiner Banken-Lobby verkommt – bleibt zu hoffen.

Was hältst Du von Ripples Lobby-Gruppe? Schreib uns deine Gedanken in die Kommentarspalte!

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