Neuer Rekord - 2,6 Millionen USD für eine einzige Ethereum (ETH)-Transaktion!

11.06.2020 10:09 332 mal gelesen Lesezeit: 3 Minuten 0 Kommentare

Transaktionsgebühren sind ein heikles Thema in der Kryptowelt. Vor allem Bitcoin (BTC) wird deswegen sehr oft kritisiert. Seit einigen Tagen steht allerdings auch Ethereum unter starker Kritik. Am 10. Juni verschickte ein nicht bekannter Ethereum-User Ether im Wert von 130 US-Dollar, was normalerweise einer harmlosen Transaktion entspricht. Bei dieser musste der User allerdings noch 10.668 ETH an Transaktionsgebühren zahlen, was umgerechnet einer Summe von 2,6 Millionen USD entspricht. Dieser Vorfall machte schnell die Runde, für viele war absolut unklar, was sich hier abspielte. Für manche handelt es sich um eine Form der Geldwäsche, da der Absender die Gebühr als Fehler abschreiben könnte. Andere meinen, dass es sich schlicht und einfach um einen Fehler in der Wallet des Benutzers handelt.

Handelt es sich um einen Wallet-Fehler?

Doch mit dieser Transaktion war nicht genug. Derselbe Benutzer hat weitere 10.688 ETH für eine weitere Transaktion ausgegeben, 16 Stunden nach der ersten. Diesmal wurden die 2,6 Millionen USD ausgegeben, um 87.000 USD zu transferieren. Die Tatsache, dass es demselben Benutzer es zweimal passiert ist, deutet sehr stark darauf hin, dass es wich um einen Fehler bei der Wallet handelt. Larry Cermak von The Block sagte dazu: "Dies ist von derselben Adresse mit derselben genauen Gebühr in der ETH (10.668,73185). Dies bekräftigt die Theorie eines Fehlers und deutet darauf hin, dass er noch nicht behoben wurde."

Wurden Felder vertauscht?

Ein außerordentlicher Professor für Informatik an der Cornell University, Emin Gün Sirer meinte, dass zwei Felder bei einem API-Aufruf vertauscht wurden. Für ihn scheint es, dass der Benutzer eher die 10.688 ETH an eine Zieladresse verschicken wollte, diese Summe allerdings als Transaktionsgebühr vertauscht wurde. Bei den Minern, die diese Transaktion verarbeitet haben, handelt es sich um Ethermine, einem führenden Mining-Pool, der zu einem der größten zählt. Ihnen ist die verdächtige Transaktion aufgefallen, worauf sie diese als wahrscheinlichen “Unfall” bezeichnet haben. Seitdem hat Ethermine die Gebühren für die Transaktion im Wert von 10.668 ETH beiseite gelegt und fordert den Absender auf, sich an den Support zu wenden, damit die Gebühren zurückbezahlt werden können. Eine ähnliche Reaktion hat der Mining Pool Sparkpool gezeigt, die die erste Transaktion verarbeitet haben. Shelton Qiu, Key Account Manager hat gegenüber The Block gesagt, dass sie darauf warten, dass der Absender Kontakt mit ihnen aufnimmt. Der unbekannte Absender müsste sich bei den Unternehmen melden und nachweisen können, dass er der Eigentümer der Adresse ist. Erst dann ist die Rückerstattung möglich. Seltsam ist, dass die Adresse erst am 6. Juni erstellt wurde, was zu einem weiteren Geheimnis dieser Situation beiträgt. Allerdings steht fest, dass diese Adresse mit keinen Börsen, Hacks oder irgendwelchen Unternehmen in Verbindung steht. Machst Du Dir über Gebühren einen Kopf? Achtest Du überhaupt darauf? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte! ©Bild via Pixabay, Lizenz

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Zusammenfassung des Artikels

Ein Ethereum-Benutzer musste für eine harmlose Transaktion Gebühren in Höhe von 2,6 Millionen USD zahlen, was zu Spekulationen über einen Wallet-Fehler oder sogar Geldwäsche führte. Mining-Pools haben die Gebühren eingefroren und fordern den Absender auf, sich zu melden, um die Rückerstattung zu ermöglichen.

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