Nebulas entlässt 60% der Mitarbeiter, trotz $60 Millionen Startkapital

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Der Bärenmarkt schlägt zu: Nebulas musste trotz erfolgreicher ICO Mitarbeiter entlassen. | © Twitter: Nebulas
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Bei dem Blockchain-Projekt Nebulas (NAS) sind 50 der ursprünglich 80 Mitarbeiter entlassen worden. Als Gründe wurden der Wertverlust des eigenen Coins sowie der Abbau von Nebenprojekten genannt.

Im Dezember 2017 gelang es dem Krypto-Projekt Nebulas (NAS), per ICO 60 Millionen US-Dollar einzunehmen. Doch diese hohe Summe schien nicht genug gewesen zu sein, um jeden der ursprünglichen 80 Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen. Wie Coindesk am Dienstag berichtete, wurden 50 von ihnen entlassen, was gut 60 Prozent der Belegschaft entspricht.

Firmensprecherin Becky Lu nannte die schlechte Preisentwicklung des NAS als einen Grund für die Maßnahme. Bei dem ursprünglichen Tokenverkauf hatte der Coin noch zwei US-Dollar gekostet, doch aktuell steht er nur noch bei rund 57 Cent. Damit teilt die Kryptowährung das Schicksal vieler anderer ICO-Projekte, die für ihre Investoren zur Enttäuschung wurden.

Weiterhin führte Lu aus, dass man sich von unwichtigen Nebenprojekten getrennt habe, die nicht für die Vision des Projekts notwendig gewesen seien. Nebulas will – ähnlich wie Google für das herkömmliche Internet, eine Art Blockchain-übergreifende Suchmaschine werden.

Entwickler müssen lange auf Belohnung warten

Bereits im vergangenen August hatte das Nebulas-Personal den Gürtel enger schnallen müssen: Ursprünglich war vorgesehen gewesen, dass die Mitgründer und Entwickler des Projekts über eine Zeitspanne von drei Jahren 20 Prozent aller NAS erhalten sollten. Doch dann wurde der Auszahlungszeitraum auf ganze zehn Jahre gestreckt.

Möglicherweise wollte man so verhindern, dass wichtige Mitarbeiter zu früh aussteigen, ihre Coins verkaufen, und so den NAS-Preis noch weiter fallen lassen. Als Erklärung hieß es damals nur vage, dass man noch „einen weiten Weg vor sich“ habe und dass die gesamte Krypto-Branche „vielen Problemen und Herausforderungen gegenübersteht“.

Ein weiterer Tropfen in der großen Entlassungswelle

Letzteres mag damals schon gestimmt haben, ist aber heute umso mehr der Fall. Seien es Software-Entwickler (ConsenSys), Miner (Bitmain) oder Exchanges (ShapeShift) – überall werden inzwischen Entlassungen gemeldet.

Nebulas sieht sich nun allerdings für die Zukunft gerüstet. Lu zufolge sei die Finanzierung für die kommenden zwei Jahre gesichert. Für 2019 habe man sich vor allem vorgenommen „die Gemeindeverwaltung und den Consensus aufzubauen, um volle Dezentralisierung zu erreichen“.

Werden Nebulas und ähnliche ICO-Projekte ihre Ziele trotz des Bärenmarktes erreichen können? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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