Mining-Riese Bitmain bringt ersten 7-Nanometer-Miner auf den Markt

0
293
Bitmain bringt neue Chips heraus. | © Depositphotos
⏱ Lesezeit: 2 Minuten

Bitmain, der weltgrößte Mining-Konzern, startet in wenigen Tagen den Verkauf seiner neuen Produkte Antminer S15 und T15. Die Geräte sollen erstmalig über sieben-Nanometer-ASIC-Chips verfügen und damit in der Industrie führend sein. Derweil wehrt sich Bitmain-CEO Jihan Wu gegen Medienberichte, seine Firma sei hoch verschuldet.

Die chinesische Firma Bitmain gilt als weltweit größter Hersteller von spezialisierten Chips (ASICs) zum Schürfen von Kryptowährungen. Bis vor Kurzem musste sich der Konzern jedoch den Vorwurf gefallen lassen, seine Mining-Geräte seien technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Heute hat Bitmain allerdings zwei neue Miner angekündigt, welche die Konkurrenz in den Schatten stellen sollen.

Eine neue Antminer-Generation

Der Antminer S9, Bitmains aktuell wichtigstes Produkt, verwendet 16-Nanometer-Chips und wurde bereits im Mai 2016 auf den Markt gebracht. Seitdem hat Bitmain zwar einige Innovationen hervorgebracht, z.B. einen Miner, der anstatt der üblichen Luft- über eine Wasserkühlung verfügt. Allerdings scheiterte der Konzern bisher immer wieder daran, neue Miner mit kleineren Chips auf den Markt zu bringen.

Im September wurde allerdings ein Durchbruch verkündet: Bitmain schaffte erstmals die Herstellung von sieben-Nanometer-ASICs. Diese sollen nun in den zwei neuen Produkten Antminer S15 und Antminer T15 zum Einsatz kommen, wie der Konzern heute über sein offizielles Twitter-Konto verkündete.

Die Geräte sollen Bitcoins SHA256-Mining-Algorithmus mit einer für die Industrie führenden Hashrate schürfen können. Wie hoch diese genau sein soll, bleibt allerdings vorerst ungenannt. Auch der Preis der Miner wurde noch nicht enthüllt.

Bislang kann man also noch nicht sagen, ob die neuen Antminer ihrer Konkurrenz gewachsen sein werden. Sowohl der japanische GMO-Konzern, als auch die chinesische Firma Canaan hatten im Sommer ihre eigenen sieben-Nanometer-ASICs enthüllt. Da Bitmain S15 und T15 schon ab Donnerstag verkaufen will, dürfte das Preis-Leistungs-Verhältnis allerdings bald bekannt werden.

Bitmain angeblich hoch verschuldet

Doch selbst wenn die neuen Miner halten, was sie versprechen, könnte Bitmain in großen Schwierigkeiten stecken. Die Krypto-Nachrichtenseite Coingeek hatte am Sonntag unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, dass der Konzern der taiwanesischen Firma TSMC 300 Millionen US-Dollar schulde und nicht zu zahlen in der Lage sei. TSMC übernimmt die eigentliche Produktion von Bitmains Chips. Nun soll das Unternehmen die Lieferungen eingestellt haben.

Bitmains Mitgründer und CEO Jihan Wu reagierte darauf, indem er auf Twitter schrieb: „Zu eurer Information: Coingeek wird von Fake-Satoshi kontrolliert“.

Damit spielte er auf den umstrittenen Computerwissenschaftler Craig Wright an. Dieser behauptet von sich, der mysteriöse Bitcoin-Entwickler Satoshi Nakamoto zu sein. Da er jedoch keinen eindeutigen Beweis dafür liefern konnte, halten ihn viele für einen Betrüger.

Wu und Wright haben unterschiedliche Vorstellungen für die Zukunft der Kryptowährung Bitcoin Cash (BCH). Sowohl Wrights Firma nChain als auch der von Wu unterstützte Entwickler BitcoinABC wollen am 15. November ihre jeweils eigenen Updates in das BCH-Netzwerk installieren. Sollte bis dahin keine Einigung zustande kommen, könnte die BCH-Blockchain in zwei Versionen gespalten werden.

Werden Bitmains neue Miner den Konzern noch erfolgreicher machen? Oder ist der Mining-Riese tatsächlich finanziell so gut wie erledigt? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here