Löschungen im Netz, Veranstaltungsverbote in der Hauptstadt: Chinesische Regulatoren machen Ernst

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In China zieht sich die Schlinge für Krypto-Investoren langsam zu | © Stock-Graphics
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Die Chinesische Regierung hat mehrere Maßnahmen ergriffen, um ihr Volk noch stärker vom globalen Krypto-Ökosystem fern zuhalten: 124 ausländische Exchanges sollen endgültig blockiert werden. In einem Stadtteil von Peking wurden Werbeveranstaltungen für Krypto-Projekte verboten. Zudem blockierte die Social Media-Seite WeChat zahlreiche Newsseiten, die auf das Blockchain-Geld spezialisiert sind.

Von einem freien Internet kann in China keine Rede sein. Nicht nur westliche Seiten wie Google oder Facebook werden blockiert. Die kommunistische Regierung unterdrückt auch den Zugang zu für sie unbequemen historischen Fakten, etwas zum Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989.

Nun haben sich die Zensoren Nachrichtenseiten mit Krypto-Fokus vorgeknöpft. Auf der Social Media-Plattform WeChat wurde die Präsens zahlreicher Publikationen ausgelöscht, darunter Huobi News und CoinDaily. WeChats Einfluss im chinesischen Internet könnte man mit dem von Facebook in der westlichen Welt vergleichen. Der Mutterkonzern Tencent übertraf sogar letzten November Mark Zuckerbergs Imperium an Wert, wie Bloomberg berichtete.

Einschränkungen auch in der realen Welt

Und was, sich der durchschnittliche pekinger Krypto-Enthusiast nun auf einer Werbe-Veranstaltung vor Ort informieren will, da er es im Internet nicht mehr kann? Sollte er es im zentralen Bezirk Chaoyang versuchen, hält ihn der orwell’sche Kontrollstaat auch davon ab. In diesem Teil der Hauptstadt wurde es jüngst verboten, an öffentlichen Orten wie Hotels oder Einkaufszentrenten Krypto-Events auszurichten.

Seit letztem September werden die Daumenschrauben angezogen

In den kommenden Tagen jährt sich das ICO-Verbot in China. Dovey Wan, Direktorin der Risikokapitalfirma Danhua Capital, rechnet mit weiteren Repressionen zum Jahrestag des Bans am 4. September. Seit diesem Datum wurde die chinesische Regierung immer krypto-feindlicher. Noch im selben Monat folgte ein Verbot lokaler Exchanges, im Februar 2018 wurde den Chinesen schließlich auch noch der Zugang zu ausländischen Krypto-Börsen verwehrt.

Ein voller Erfolg kann letztere Maßnahme allerdings nicht gewesen sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Zensoren jetzt 124 internationale Exchanges blockieren. Sie waren offenbar bis jetzt doch noch im Reich der Mitte zu erreichen gewesen.

Was sagst du zu den neusten Zensurmaßnahmen in China? Kann das Land Kryptowährungen bekämpfen und trotzdem ein wichtiger Spieler in Sachen Blockchain bleiben? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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