Litecoin – eine Analyse

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Digitalwährungen haben Hochkonjunktur. Litecoin ist eine alternative zum Bitcoin. Litecoin wurde entwickelt, um technischen Unzulänglichkeiten zu begegnen. So sind Transaktionen im Litecoin-Netzwerk schneller und günstiger. Kritik wird derweil daran geübt, dass die Entwicklung des Coins stark auf seinen Gründer Charlie Lee fokussiert ist.

Litecoin (LTC) ist eine dezentrale und kryptographisch verschlüsselte Digitalwährung. Das Konzept dieser Währung entspricht in etwa demjenigen von Bitcoin. Mit dem Unterschied, dass Litecoin schnellere und günstigere Transaktionen gewährleistet. Aufgrund seiner Ähnlichkeit zu Bitcoin, dem Goldstandard unter den Kryptowährungen, und seinem silbernen Logo, hat Litecoin sich den Ruf als das Silber der Digitalwährung eingeholt.

Rang: 6

  • Marktkapitalisierung: 6.512.783.611

https://coinmarketcap.com/currencies/litecoin/

Empfohlene Wallet[/s]:

Hardware Wallet: Ledger Nano S (empfohlen)

Desktop Wallet: Exodus

Mobile Wallet: LoafWallet oder Jaxx

Unterschied zum Bitcoin

Der Litecoin basiert auf einer älteren Version des Bitcoin-Protokolls und ist im Oktober 2011 durch eine Fork (Gabelung) entstanden. Damit ist Litecoin einer der ersten alternativen Kryptowähungen (Altcoins) zum Bitcoin. Ziel der Fork war es, technische Unzulänglichkeiten zu beseitigen und langen Transaktionszeiten sowie hohen Transaktionskosten vorzubeugen, die der Gründer von Litecoin, Charlie Lee, schon früh antizipierte.

Während im Bitcoin-Netzwerk nur alle 10 Minuten ein Block erstellt wird, haben Litecoin-Entwickler die Blockzeit auf 2,5 Minuten verkürzt. Das Resultat ist, dass im Schnitt Transaktionen viermal schneller bestätigt werden, wodurch auch die vierfache Anzahl an Coins geschürft werden. In Zeiten der massenhaften Adaption von Kryptowährungen spielt die Zeit, in der Transaktionen vonstatten gehen, eine immer entscheidendere Rolle.

Neben der Transaktionsgeschwindigkeit, ist Nutzern auch eine geringe Transaktionsgebühr wichtig. In der Theorie sind Transaktionen sowohl im Bitcoin- als auch im Litecoin-Netzwerk kostenlos. Werden allerdings in einem Zeitfenster mehr Transaktionen getätigt als in den nächsten Block aufgenommen werden können, konkurrieren die Transaktionen um einen Platz im nächsten Block. Miner ziehen dabei Transaktionen vor, denen eine Gebührt mitgesendet wurde. Bei den meisten Wallets wird diese Gebühr automatisch erhoben. Während Ende Dezember 2017 die Gebühren einer Bitcoin-Transaktion zeitweise mehr als 40€ betrugen, überstiegen die Kosten einer Litecoin-Transaktion bisher zu keinem Zeitpunkt die 1€-Marke.

Wie auch Bitcoin beruht Litecoin auf dem Proof-of-Work-Verfahren. Transaktionen werden durch Mining verifiziert. Während Bitcoin die Hashfunktion SHA256 gewählt hat, nutzt Litecoin Scrypt, was die Verschlüsselung der Daten vereinfacht und verschnellert. Es wird aber auch Kritik an der Sicherheit von Scrypt für die Verifizierung von Geldbewegungen geübt. Kritiker werfen Litecoin vor, Effizienz auf Kosten von Sicherheit zu fördern.

Die Erfinder von Litecoin haben sich außerdem einen Algorithmus erdacht, der CPU- und GPU-optimiert ist (CPU und GPU sind das Gehirn und die Seele einer Rechners). Dadurch soll einer Zentralisierung vorgebeugt werden. Denn teure Mining-Hardwares (ASICs) kann sich nicht jeder leisten. Dennoch gibt es mittlerweile auch ASICs für Litecoin. Der Versuch Mining durch ein ASIC-resistentes Protokoll vorzubeugen war erfolglos.

Der Gründer von Litecoin

Das Litecoin-Protokoll wurde von Charlie Lee geschrieben, der seit der Gründung des Coins sehr aktiv in Sozialen Netzwerken für sein Projekt wirbt. Ende 2017 gab er überraschend bekannt, dass er seine gesamten Litecoins verkauft hat. Als Grund dafür nennt er unter anderem, dass ihm häufig vorgeworfen wurde, Litecoin sei zu sehr auf seine Person fokussiert, wodurch die Dezentralität des Coins ad absurdum geführt wird. Den Schritt seine Coins zu verkaufen ginge er daher, um Skeptikern den Glauben in seine Integrität zu versichern. Wieviele Coins er vor seinem Abverkauf besaß, ist nicht bekannt. Laut eigener Aussage waren es aber nicht genug, um das tägliche Handelsvolumen von Litecoin bemerkbar zu beeinflussen.

Schlussfolgerung

Litecoin gibt sich als die innovative Alternative zum Bitcoin und kann sich konstant in den oberen Rängen halten. Es ist der erste Coin gewesen, der Lightning erfolgreich getestet hat. Litecoin versteht sich Charlie Lee zufolge nicht als Konkurrent, sondern lediglich als Alternative zu Bitcoin.

Sollte es Bitcoin nicht gelingen, eine Massenadaption von Lightning-Wallets zu erreichen, liegt nahe, dass Litecoin weiterhin an Popularität gewinnt. Denn zur Zeit ist Litecoin skalierbarer, schneller und günstiger.

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