Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoin war 2020 rückläufig – Aber!

24.01.2021 18:00 258 mal gelesen Lesezeit: 2 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Phishing-Attacken und Scams haben zugenommen, da mehr unerfahrene Nutzer in den Markt eintraten.
  • Trotz des Rückgangs bleibt Geldwäsche ein bedeutendes Problem, da Kriminelle innovative Methoden entwickeln.
  • Die Anonymität von Bitcoin erleichtert nach wie vor illegale Aktivitäten, auch wenn Regulierungen verschärft werden.

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Kryptokriminalität ging im vergangenen Jahr auf einen kleinen Bruchteil des gesamten Handelsvolumens zurück. Einige gezielte Hacks boomten jedoch, da Kriminelle aus der Tatsache Profit schlugen, das pandemiebedingt Millionen von Menschen von zu Hause aus arbeiteten. Laut einem Bericht des OnChain Analyseunternehmens Chainalysis, machten illegale Aktivitäten in 2020 nur noch 0,34% des gesamten Transaktionsvolumens aller Kryptowährungen aus. Das entspricht einem Rückgang von rund 2% zu 2019. "Wir haben einen signifikanten Rückgang des Anteils von illegalen Transaktionen im Verhältnis zur Gesamtaktivität festgestellt", sagte Kim Grauer, Forschungsleiter bei Chainalysis, gegenüber CNBC.

"Ransomware war die mit Abstand größte Kategorie im Hinblick auf Wachstum und wir sehen ein Allzeithoch für die Marktaktivität im Darknet."

Ransomware ist eine bösartige Software, mit der Hacker einen Computer infizieren und dann eine Gebühr für das Entsperren verlangen. Dieses Kopfgeld wird oft in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen angefordert. Die Kategorie machte nur 7% aller von Kriminellen erhaltenen Kryptofonds aus, stieg jedoch gegenüber dem Vorjahr um 311%. Chainalysis wies darauf hin, dass der Grund womöglich darin zu finden ist, das im vergangenen Jahr mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten mussten als jemals zuvor. – Dies war eine einmalige Gelegenheit für Kriminelle, da die Sicherheitsstandards von Privatrechnern in der Regel nicht mit denen von Unternehmen mithalten konnten.

Darknet-Märkte waren die zweitgrößte Kriminalitätskategorie

...und machten Kryptowährungsaktivitäten im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar aus - ein Anstieg von rund 30% gegenüber dem Vorjahr. Hier hat man sich inzwischen fast ausschließlich auf Kryptowährungen wie Bitcoin geeinigt, da sofortige und anonyme Online-Überweisungen Kriminellen maximal in die Karten spielen.

Auch wenn das natürlich nur auf den ersten Blick stimmt,  wächst die Aufmerksamkeit der weltweiten Aufsichtsbehörden, welche die potenzielle Rolle von Krypto bei Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung immer ernster nehmen. Die Kandidatin für die Finanzministerin von Präsident Biden zum Beispiel, Janet Yellen, erwähnte das Potenzial für Missbrauch in ihrer Ansprache zur Amtseinführung, die laut Analysten die Bitcoin-Preise belasten könnte. Die US-Regierung muss "genau prüfen, wie sie ihre Verwendung für legitime Aktivitäten fördern kann", während "ihre Verwendung für bösartige und illegale Aktivitäten eingeschränkt wird", so Yellen.

Betrug machte immer noch mehr als die Hälfte aller Verbrechen im Zusammenhang mit Kryptowährungen aus, ging jedoch Jahr für Jahr erheblich zurück.

Bitcoin hat sich in den letzten Monaten als Mainstream-Investition an der Wall Street etabliert.

 Die weltweit größte Kryptowährung lag Anfang Januar bei über 40.000 US-Dollar, was auf das große Interesse von vor allem Institutionen zurückzuführen ist und Privatanlegern, die Bitcoin jetzt über Zahlungsunternehmen wie PayPal kaufen können. Trotzdem muss dieses Thema weiterhin ernst genommen werden und es sollte besonders im Interesse der gesamten legitimen Krypto-Community sein, Lösungen für den Umgang mit illegalen Machenschaften aus sich selbst heraus anzubieten, bevor es die Regierungen für den gesamten Markt tun.   Bild@Pixabay / Lizenz


FAQ - Fakten zur Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoin im Jahr 2020

War die Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoin im Jahr 2020 rückläufig?

Ja, Berichte deuten darauf hin, dass die Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoin im Jahr 2020 gegenüber den Vorjahren tatsächlich zurückgegangen ist.

Welche Arten von Kriminalität wurden mit Bitcoin in Verbindung gebracht?

Bitcoin wurde mit verschiedenen Arten von Kriminalität in Verbindung gebracht, darunter Geldwäsche, Betrug und Erpressung.

Welche Maßnahmen sind entstanden, um Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoin zu bekämpfen?

Es wurden zahlreiche regulatorische und strafrechtliche Maßnahmen ergriffen, um Kriminalität, die mit Bitcoin in Verbindung gebracht wird, zu bekämpfen. Dazu gehören strengere Compliance-Maßnahmen von Kryptobörsen und verstärkte Ermittlungen von Strafverfolgungsbehörden.

Hat Bitcoin ein inhärentes Problem mit kriminellen Aktivitäten?

Bitcoin und andere Kryptowährungen können aufgrund ihrer pseudonymen Natur für kriminelle Aktivitäten verwendet werden. Allerdings ist ein großer Teil der Bitcoin-Aktivitäten legitim und es wird zunehmend schwieriger, kriminelle Aktivitäten zu verbergen, da die Techniken zur Überwachung und Analyse von Bitcoin-Transaktionen immer ausgefeilter werden.

Wie stehen die Aussichten, dass die Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoin weiter zurückgeht?

Es wird erwartet, dass die Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoin weiter abnehmen wird, da die Regulierung und Überwachung von Kryptowährungen weltweit zunimmt und die Techniken zur Überwachung von Bitcoin-Transaktionen immer ausgefeilter werden.

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Zusammenfassung des Artikels

Die Kryptokriminalität ist im Jahr 2020 im Vergleich zum Gesamthandel zurückgegangen, obwohl gezielte Hacks aufgrund der COVID-19-Pandemie zugenommen haben. Ransomware und Darknet-Märkte waren die am schnellsten wachsenden Kategorien, während Betrug weiterhin die Mehrheit der kriminellen Aktivitäten ausmachte.

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Seien Sie vorsichtig beim Umgang mit Bitcoins: Obwohl die Kriminalität im Zusammenhang mit Bitcoins rückläufig ist, bedeutet dies nicht, dass sie nicht existiert. Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.
  2. Verwenden Sie nur vertrauenswürdige Plattformen: Es gibt viele Plattformen für den Handel mit Kryptowährungen. Stellen Sie sicher, dass die Plattform, die Sie verwenden, seriös und sicher ist.
  3. Vermeiden Sie Betrug: Es gibt viele Betrügereien, die mit Kryptowährungen verbunden sind. Seien Sie skeptisch gegenüber zu guten Angeboten und versuchen Sie, so viel wie möglich über die Person oder das Unternehmen zu erfahren, mit dem Sie Geschäfte machen.
  4. Bewahren Sie Ihre Kryptowährungen sicher auf: Die sicherste Methode, um Ihre Kryptowährungen zu speichern, ist ein Hardware-Wallet. Es hält Ihre Kryptowährungen offline und schützt sie vor Hackern.
  5. Informieren Sie sich: Die Welt der Kryptowährungen kann komplex sein. Informieren Sie sich ständig über die neuesten Trends und Entwicklungen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.