Japaner nutzt „freie“ Elektrizität seiner Firma und schürft monatlich 400€ in Kryptowährungen

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Ein Miner schürft ohne Erlaubnis | © Depositphotos
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Ohne seine Firma darüber in Kenntnis zu setzen, schürft ein Japaner jeden Monat Kryptowährungen in seinem Wohnheim. Das kommt einem Äquivalent von 400€ gleich. Ein nettes passives Einkommen.

Sora-san, ein japanischer Fabrikarbeiter, schürft monatlich Kryptowährungen im Wert von über 400€ und erwirtschaftet sich dadurch ein solides passives Einkommen. Der Clou dabei: Die hohen Elektrizitätskosten bezahlt seine Firma – allerdings ohne Kenntnis davon zu haben. Sora hat seine Miner nämlich einfach in dem firmeninternen Wohnheim platziert. Informiert hat er seine Firma nicht.

„Virtuelle Währungen werden kryptographisch verschlüsselt. Ein Miner ist eine Maschine, welche diesen Verschlüsselungsprozess vollzieht“ erklärt Sora der japanischen Zeitung Daily SPA. Dadurch wird das Netzwerk sicher gehalten. Als Vergütung für diese Dienstleistung erhalten die Besitzer der Mining-Geräte eine geringe Zahl an Coins, die sie schürfen.

Sora rechtfertigt seine Nutznießerei: „Weil Mining eine große Menge Elektrizität benötigt, betreibt man Mining normalerweise in der Mongolei oder in China, wo die Elektrizitätskosten gering sind, im Vergleich zu Japan. Ich aber lebe in einem Firmen-Wohnheim. Meine Elektrizitätskosten sind gleich null. Diese Chance könnte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen“.

Ein Japaner schürft Ether in seinem Firmen-Wohnheim | © Bitcoin.com

Zum aktuellen Zeitpunkt schürft Sora 0,8 Ether pro Monat, was in etwa 50.000 Yen, oder 400€ entspricht. Sora ist fasziniert davon, wie einfach sich dadurch „freies Einkommen“ erwirtschaften lässt.

Obwohl er sein Vorhaben nicht bei der Firma gemeldet hat, ist sich Sora sicher, dass er nicht gegen die Firmenrichtlinien verstößt. Denn er versichert Daily SPA gegenüber, dass er sich vorher über die maximal zu nutzende Wattzahl informiert hat. Zusammen mit seinen Arbeitskollegen habe er sich dann ein paar Ventilatoren gekauft und die Miner 24 Stunden am Tag ihre Arbeit vollautomatisch erledigen lassen. Seinen Berechnungen zufolge, würden die Stromkosten 20.000 Yen bzw. 150€ betragen.

„möchte Miner in den Räumen meiner Kollegen installieren“

„Jetzt, wo ich herausgefunden habe, dass ich in meinem Raum schürfen kann, möchte ich auch Miner in den Räumen meiner Kollegen installieren.“ bekräftigt Sora amüsiert. Das Wohnheim umfasst etwa 100 Arbeiter. Daher wird ein leichter Anstieg der Elektrizitätskosten wohl kaum ins Gewicht fallen, glaubt Sora.

Ob seine Firma in ähnlichem Maße amüsiert wäre, wenn sie Kenntnis von Soras Nebengeschäften hätte, ist unwahrscheinlich. Erst kürzlich wurde ein gerichtlicher Prozess gegen ukrainische Polizisten angestrengt, welche die staatlichen Einrichtungen dazu genutzt hatten, sich dem „kostenfreien“ Zugang zu Elektrizität zu bedienen.

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