Gemini-Exchange versichert jetzt Vermögenswertdepots

0
950
Gemini versichert jetzt Vermögenswertdepots. | © Depositphotos
⏱ Lesezeit: 2 Minuten

Gemini, der Exchange der Winklevoss-Zwillinge, versichert seit dem 1. Oktober seine Vermögenswertdepots. Das ging aus einem Medium-Beitrag hervor, auf den am Mittwoch vergangener Woche von Geminis offiziellem Twitter-Account aus verwiesen wurde.

Am Mittwoch präsentierte Gemini in einem Medium-Beitrag, dass sie Kooperationen mit führenden Anlageversicherungen abgeschlossen haben und auf dem Exchange deponierte Guthaben ab dem 1. Oktober 2018 versichert sind. Aon, eine globale Dienstleistungsfirma mit Angeboten im Risiko-, Renten- und Gesundheitsbereich hat die Partnerschaft eingefädelt, heißt es in dem Beitrag.

Geminis Risiko-Manager Yusuf Hussain betonte, dass „Konsumenten nach dem gleichen Versicherungsschutz suchen, den sie auch von traditionellen Finanzinstitutionen gewohnt sind. Indem wir unsere Versicherer aufklären, können wir unseren Kunden nicht nur Versicherungsschutz gewähren, sondern auch eine Erwartungshaltung an Konsumentenschutz in der ganzen Kryptoindustrie aufbauen“.

Bisher waren Versicherungen gehemmt davor ihre Dienste auch Krypto-Exchanges anzubieten. Grund war, dass diese in der Vergangenheit wiederholt großspurigen Hacks zum Opfer gefallen sind – die Industrie war schlicht zu unreif und risikobehaftet. Aber auch unethische und illegale interne Praktiken wurden den Krypto-Handelsplätzen immer wieder angelastet, was ein negatives Licht auf selbige warf und Versicherungen zusätzlich abschreckte.

Dennoch ist es den Winklevoss-Brüdern nun gelungen, den Versicherungen ihre Ängste zu nehmen. Dem liegt vor allem zugrunde, dass Gemini als New Yorker Exchange peinlich genau darauf achten muss, den straffen Regulierungen zu entsprechen. Dadurch wirkt der Exchange auf den traditionellen Finanzsektor, zu dem auch Versicherungsgesellschaften gehören, seriös und nicht, wie viele andere Exchanges, als sinistres Darknet-Vehikel.

Geminis Presseerklärung zufolge war die Firma „erfolgreich in der Lage, Versicherungen zu demonstrieren, dass Gemini, ein New Yorker Vermögensverwalter, tatsächlich in der Lage ist ein sicherer Exchange und Kundendienstleister zu sein, wo Kunden auf reguliertem und gesetzeskonformem Wege Digitalwährungen kaufen, verkaufen und lagern können.“

Die Kooperation mit den Versicherungsgesellschaften ist nur der nächste Schritt einer breiteren Strategie der Zwillinge, Kryptowährungen und andere auf der Blockchain basierende Digitalprodukte zu legitimieren und an institutionelle Investoren heranzuführen.

Wie der Coin Kurier berichtete, startete Gemini erst kürzlich seinen eigenen Stable Coin, der sich von anderen seiner Art durch mehr Transparenz und Prüffähigkeit auszeichnet. Weiterhin sind die Winklevoss-Zwillinge massiv am Versuch beteiligt gewesen, einen Bitcoin-ETF am Nasdaq und der Wall Street zu listen – wenn auch bislang ohne Erfolg.

Siehst Du die Versicherung von Vermögenswertdepots als positiv an, oder gefällt es Dir nicht, dass sich die Krypto-Industrie zunehmend an die konventionelle Wirtschaft anbiedert? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here