Finanzminister Scholz poltert, Bitcoin diene primär als Währung für illegale Geschäfte

19.09.2018 16:06 171 mal gelesen Lesezeit: 2 Minuten 0 Kommentare

Bundesfinanzminister Olaf Scholz glaubt nicht daran, dass sich der Bitcoin als Währung durchsetzen könnte. Der SPD-Politiker rückt das Digitalgeld in ein negatives Licht, weist ihm primär die Rolle als Darknet-Währung zu und sinniert in diesem Zusammenhang über eine neue „Tulpeninflation“. Olaf Scholz hat sich am Mittwoch als klarer Bitcoin-Pessimist zu erkennen gegeben. Das offenbarte der SPD-Mann im Rahmen eines Bürgerdialoges beim deutsch-niederländischen Armeekorps in Münster, über den Reuters berichtete. Scholz stellte die These auf, dass die digitalen Krypto-Münzen aktuell nicht als Währung taugen würden. Eine Einschätzung über das langfristige Potenzial des dezentralen Digitalgeldes traute sich der Vizekanzler und Finanzminister allerdings derzeit noch nicht zu.

Die üblichen Anti-Bitcoin-Parolen

Die Argumente mit denen Scholz seine vagen Behauptungen untermauerte, dürften fast alle Anhänger des dezentralen Geldes schon zu Gehör bekommen haben: Die teilweise Anonymität der Transaktionen ermögliche Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung, außerdem sei der Energieverbrauch viel zu hoch. Weiterhin schwadronierte Scholz, dass ihn die Kursverläufe des Bitcoins an die "Tulpeninflation“ erinnern würden.

Wie viele Kritiker vor ihm zieht er Parallelen zu der angeblichen Tulpenmanie in den Niederlanden um 1637. Diese gilt als historisches Beispiel für eine irrationale Spekulationsblase. Tatsächlich fand die britische Historikerin Anne Goldgar aber nach sorgsamer Auswertung einschlägiger historischer Dokumente heraus, dass es sich bei der Tulpenmanie lediglich um eine Legende handelt, die mit jeder Erzählung weiter übertrieben wurde. Dennoch missbrauchen Hobby-Auguren wie Scholz diese Legende weiterhin um Bitcoins Zukunft schwarz zu malen.

Bedeutung noch als gering eingeschätzt

Weiterhin fachsimpelte Scholz, dass Kryptowährungen bisher noch keine große ökonomische Bedeutung hätten. Dennoch würden sich alle Zentralbanken neben den Risiken auch mit den Chancen der Technologie beschäftigen. Anfang des Jahres hatte Peter Altmaier, Scholz' Vorgänger und aktuelle Minister für Wirtschaft und Energie, zusammen mit seinem französischen Amtskollegen Regulationen für Kryptowährungen im Rahmen der G20 gefordert.

Die beiden konnten sich innerhalb der Staatengruppe allerdings vorerst nicht durchsetzten. Im Juni antwortete die Bundesregierung dann auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, dass Kryptowährungen keine Gefahr für die Finanzstabilität seien, da ihr Handelsvolumen im Vergleich zum globalen (Fiat)-Finanzsystem noch sehr klein sei. Welchen Politiker würdest du gerne auf einem Bürgerdialog mit dem Thema Kryptowährungen konfrontieren? Schreib es uns in die Kommentarspalte!

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Zusammenfassung des Artikels

Bundesfinanzminister Olaf Scholz äußert sich skeptisch über den Bitcoin und sieht ihn hauptsächlich als Darknet-Währung. Er zieht Parallelen zur Tulpeninflation und zweifelt an der Eignung von Kryptowährungen als Geld.

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