Einfach erklärt: Ripple-Produkte xCurrent, xRapid und xVia

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Ripple hat am Montag xRapid gestartet. | © Depositphotos
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Über kaum eine Kryptowährung der oberen Ränge herrscht so viel Verwirrung und Unkenntnis wie über Ripple. Das gilt insbesondere für Ripples Produkte xCurrent, xRapid und xVia. Der Coin Kurier hat sich die einzelnen Abschnitte des RippleNets einmal genauer angesehen.

Aktuell rangiert Ripples XRP-Token mit einer Marktkapitalisierung von 21 Milliarden US-Dollar auf Platz drei aller Digitalwährungen. Immer mal wieder konnte der Token Ether für wenige Stunden den zweiten Rang ablaufen – im Januar sogar einmal für drei Tage. Angesichts der Tatsache, dass XRP im Gegensatz zu Ether bisher keinerlei Anwendung hatte, eine erstaunliche Performance. Grund ist wohl Ripples Versprechen, dass der Token eine entscheidende Rolle bei internationalen Währungsverschiebungen großer Finanz-Kolosse spielen wird. Seit Anfang Oktober ist Ripples Produkt xRapid nun endlich live. Damit wurde endlich eine Anwendung für den XRP-Token geschaffen – zur Freude von Fans und Langzeitinvestoren.

Ripple will veraltete Modelle wie SWIFT und Western Union, die bisher als Mittler internationaler Währungstäusche tätig waren, überflüssig machen und durch moderne Kryptographie in Form von Blockchain-Technologie ersetzen. Was bisher erst trockene Theorie war, ist seit Oktober nun Realität. xRapid ist jetzt live. Was es von Ripples anderen Produkten xCurrent und xVia unterscheidet und wo XRP dort mit reinspielt, soll in diesem Artikel hier einmal näher erläutert werden.

xCurrent 

Im Januar schoss der XRP-Preis auf $2, und kurzzeitig sogar auf $3,80 hoch. Dafür waren Partnerschaften verantwortlich die Ripple Labs mit MoneyGram und weiteren Finanzinstituten geschlossen hatte. Allmählich sickerte dann aber durch, dass diese Partnerschaften nicht notwendigerweise zu einer Nutzung von XRP führen wird, denn Ripple hat auch Produkte die ohne den Token auskommen. Und so rauschte der Kurs dann auch schon bald wieder hinab.

xCurrent ist eines dieser Produkte und basiert auf dem Interledger-Protokoll. Nicht zu verwechseln mit dem XRP Ledger, auf dem der XRP-Token basiert. Das Interledger wurde zwar von Ripple gebaut, wird aber vom World Wide Web Consortium (W3C) administriert. Einer NGO, die auch mit der Setzung technischer Richtlinien für das WWW betraut ist.

Wie der Name schon nahelegt, soll dieses Interledger zwischen verschiedenen Währungen vermitteln und Täusche untereinander ermöglichen. Darunter Nationalwährungen wie der Euro oder der Dollar, aber auch Kryptowährungen wie der Bitcoin oder eben XRP. Allerdings ist hier zur Kenntnis zu nehmen, dass das Interledger auch ohne XRP funktioniert.

xCurrent enthält außerdem einen Nachrichtendienst, der Banken einen sicheren Informationsaustausch garantiert und dabei gewährleistet, dass keine Kundeninformationen nach außen dringen.

 

xRapid 

Seitdem xRapid im Oktober bei Ripples Swell-Konferenz für die kommerzielle Nutzung freigegeben wurde, hat das Produkt verstärkt Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Was genau aber die Aufgabe von xRapid ist und wie sie mit Ripples Alternativprodukten verknüpft ist, ist hingegen weniger bekannt. Dabei ist das eigentlich gar nicht sonderlich kompliziert: XRP kann als Mittler zweier Währungen im xCurrent-System dienen. Dafür wird dann ein spezieller Mechanismus genutzt, der als xRapid bezeichnet wird.

Der Name wurde durchaus nicht wild aus der Luft gegriffen. Denn xRapid soll das xCurrent-System noch beschleunigen, also „rapider“ machen. Der Wechsel von Euro zu XRP und von XRP zu Dollar, kann innerhalb von nur drei Sekunden vollzogen werden.

MercuryFX und Cuallix hatten bereits an der Testphase des Systems teilgenommen. Catalyst Corporate Union, ein Finanzdienstleister für Kreditgenossenschaften in den USA, kommt als neuer Partner hinzu. Alle drei Firmen werden fortan xRapid in ihre Unternehmensstruktur integrieren.

Ripple CTO Stefan Thomas sagte gegenüber CoinDesk, dass zwar auch andere Digitalwährungen als Mittler dienen könnten, XRP aber „schneller und günstiger ist – bei einem Bruchteil eines Cents und in drei Sekunden pro Transaktion“. Je mehr XRP von Finanzdienstleistern für ihre Transaktionen genutzt wird, desto wird auch der Preis des Tokens ansteigen, so Thomas.

xVia

Die letzte Stufe des RippleNets ist xVia. Dieses Produkt dient als eine Art Benutzeroberfläche, also Frontend das xCurrent und xRapid intelligent verquickt. Ähnlich wie wir für die Nutzung eines Email-Postfachs auch nicht die Protokolle SMTP, POP3, IMAP und SMAP beherrschen müssen, sondern ein benutzerfreundliches Interface bedienen, sollen auch xCurrent und xRapid mithilfe von xVia für einfache Bankangestellte ohne Programmiererkenntnisse nutzbar werden.

Bisher ist wenig über den Aufbau von xVia bekannt. Klar ist nur, dass es als API für die Gesamtheit des RippleNets dienen soll. Die kanadische Firma Zip Remit und das brasilianische Finanzinstitut Beetech haben bereits bekannt gegeben, dass sie Interesse an dessen Nutzung haben. Die Nutzung von XRP ist hier optional, aber nicht zwingend.

Stellt der xRapid-Start einen entscheidenden Durchbruch für XRP dar? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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