Deswegen sind Dogecoins Kursverläufe trotz Inflation so gut

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Der Shiba Inu-Hund ziert das Dogecoin-Design. | © Holidogtimes.com
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Der Meme-Coin Doge verzeichnet für viele überraschend gute Kursverläufe. Der Grund für die überdurchschnittliche Performance sind in erster Linie die inflationäre Ausgabe der Coins, die aktive Fangemeinde und ein wahrhaftig dezentrales Protokoll.

Der Kursverlauf des mittlerweile legendären Dogecoins (DOGE) übertrifft die Preisentwicklungen der meisten Konkurrenten. Angesichts der Tatsache, dass Dogecoin im Gegenteil zu Bitcoin oder Litecoin inflationär ausgegeben werden und Gründer Jackson Palmer den Meme-Coin mehr als Spaß-Instrument denn als ernsthafte Währung geschaffen hat, eine erstaunliche Entwicklung.

Vergleich der Entwicklung der Marktkapitalisierung von Dogecoin, Ethereum Classic und IOTA | © Bitinfocharts.com

Aktuell sieht es auch nicht danach aus, als würde Dogecoin in nächster Zeit eine Kehrtwende vollziehen und auf den hinteren Rängen des Krypto-Marktes Platz nehmen wollen. Die Kryptowährung hat es sich auf dem 20 Rang gemütlich gemacht. Dogecoin gelingt es, allen Ansprüchen die eine Internet-Währung erfüllen sollte, zu entsprechen. Primär zu nennen sind die inflationäre Coin-Ausgabe, die breite Fangemeinde und die Dezentralität des Doge-Protokolls.

Inflationäres Ausgabe von Doge

Was den Bitcoin neben seinem dezentralen Aufbau so besonders macht, ist, dass niemals mehr als 21 Millionen BTC ausgegeben werden können. Der letzte Bitcoin wird – im Falle, dass keine Protokoll-Änderung vorgenommen wird – 2140 geschürft werden. 2014 wurde ein akademisches Paper vorgestellt, indem festgestellt wurde, dass 64% aller Bitcoins niemals ausgegeben werden. Grund ist die deflationäre Wirkung. Wer möchte schon eine Währung ausgeben, von der man heute einen Sack Tomaten und morgen den ganzen Gemüseladen kaufen könnte?

Hinzu kommt dass einer im November 2017 erschienenen Studie der Krypto-Recherchefirma Chainalysis zufolge die Zugangsschlüssel für bereits mehr als 4 Millionen Bitcoins für immer verloren sind. Palmer hat bei der Entwicklung des Doge-Protokolls diesem Coin-Verlust versucht Rechnung zu tragen. Im Februar 2014 schrieb er auf GitHub daher: „Das Ziel für die Währung ist, dass immer 100 Milliarden Coins in Zirkulation sind“.

Es existieren bereits mehr als 115 Milliarden, wobei hier auch diejenigen Coins eingerechnet sind, auf die Nutzer aufgrund von Schlamperei keinen Zugriff mehr haben. Jede Minute entsteht ein neuer Block und mit ihm 10.000 neue Coins.

Die Inflation von Doge gewährleistet, dass die Coins von den Nutzern nicht gehortet werden. Es wurde hierdurch also ein Anreiz zur Ausgabe der Währung geschaffen. Und damit komme ich auch schon zum nächsten Punkt. Doge wird gerne als Währung verwandt, um in Foren wie Reddit besonders geistreiche Kommentatoren mit einer kleinen Spende zu erfreuen. Nach dem Hans-Im-Glück Prinzip, fällt das auch nicht schwer, da man weiß, dass Doge im Wert eines Goldbrockens irgendwann nur noch für den Erwerb eines Schleifsteins taugen. Das ist der deflationäre Effekt.

Dynamische Doge-Gemeinde 

Was die Doge-Gemeinde maßgeblich von anderen abhebt, ist, dass es Investoren nur sekundär darum geht, Gewinne einzustreichen. In erster Linie ist das Ziel mit dem Token Spaß zu haben. So feierte Doge am 8. August den Internationalen Tag der Katzen – natürlich mit der berühmten Heavy-Breathing Cat-Meme.

Die Doge-Community triumphiert mehr über eine gute Meme als über einen Preisanstieg. Selbst als die Preise dieses Jahr kollabiert sind, war die 124.000 starke Reddit-Community so dynamisch und gut gelaunt wie eh und je. Und wie jeder weiß, sitzt die Geldbörse immer lockerer, wenn man gut gelaunt ist. So lassen sich wahrscheinlich auch die vielen Transaktionen erklären.

Wahrhaftige Dezentralität

Viele Investoren sind sich nicht bewusst, wie wichtig der dezentrale Aufbau einer Kryptowährung eigentlich ist. Immerhin ist Dezentralität überhaupt erst das Erfolgsrezept vom Bitcoin, der ersten Kryptowährung, gewesen. Das Whitepaper weist Bitcoin speziell als „Peer-to-Peer“-Coin aus. Auch Dogecoin hat sich echter Dezentralität verschrieben. Palmer ist längst aus dem Licht der Öffentlichkeit verschwunden.

Zu viele ICOs wollen einer speziellen Roadmap folgen, verstehen aber nicht, dass die Existenz eines Businessplans schon Inbegriff eines zentralen Aufbaus ist. Doge hingegen ist nur seiner Gemeinde gegenüber Rechenschaft verpflichtet und das ist das Erfolgsrezept. Sollte das Altcoin-Sterben, das von vielen Bitcoin-Maximalisten herbeigeredet wird, tatsächlich in den nächsten Jahren eintreten, dann ist es durchaus vorstellbar, dass neben Bitcoin und Ether auch Dogecoin noch als erhalten bleibt. Die Gemeinde wird sich von ihrer Digitalwährung sicherlich nicht so schnell trennen, das steht fest.

Hältst du einen Meme-Coin wie Doge für zukunftsfähig? Schreib uns deine Gedanken in die Kommentarspalte!

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