CryptoKitties-Entwickler sammelt 15 Millionen Dollar ein. Rockefeller-Firma ist größter Investor

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Die Rockefeller-Familie investiert massiv in CryptoKitties. | © CryptoKitties.co
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In einer zweiten Finanzierungsrunde hat Dapper Labs, die Firma hinter dem Blockchain-Spiel CryptoKitties, 15 Million US-Dollar erhalten. Dabei investierte Venrock, die Risikokapitalfirma der Rockefeller-Familie, den größten Betrag. Dapper Labs möchte mit dem Geld in die USA expandieren und Spitzenpersonal aus der Spielebranche anwerben.

Das auf Ethereum basierende Spiel CryptoKitties konnte erneut namhafte Investoren für sich gewinnen. Laut einer Pressemitteilung vom Donnerstag sicherte sich die Entwicklerfirma Dapper Labs Investitionen in Höhe von 15 Millionen US-Dollar.

Das meiste Geld wurde von Venrock, der Risikokapitalfirma der milliardenschweren Rockefeller-Familie, beigesteuert. Aber auch die Investment-Firmen der großen Tech-Konzerne Google und Samsung sowie einige der bisherigen Investoren beteiligten sich an der Finanzierungsrunde.

Digitale Katzen verstopfen Ethereum

CryptoKitties wurde im November 2017 auf den Markt gebracht. Ziel des Spiels ist es, digitale Katzen zu sammeln und zu züchten. Jedes dieser Tiere stellt einen nicht fungiblen Token auf Ethereum-Basis dar. Das bedeutet, dass alle Katzen andersartig und damit nicht austauschbar sind. Manche haben seltenere Eigenschaften, was den Reiz des Sammelns ausmacht. Anders als bei Gegenständen in anderen Videospielen sind CryptoKitties-Nutzer im vollen Besitz ihrer virtuellen Miezen und können diese nach Belieben verkaufen.

Anfang Dezember 2017 sorgte das Spiel für Unmut in der Ethereum-Gemeinde, als es zeitweise die Blockchain der aktuell zweitgrößten Kryptowährung verstopfte und die Skalierungsprobleme des Netzwerkes offenbarte. Zeitweise warteten rekordverdächtige 30.000 Transaktionen auf ihre Verarbeitung.

Viel Geld, wenige Nutzer

Im März konnten sich die Entwickler in einer ersten Finanzierungsrunde bereits 12 Millionen US-Dollar sichern, wobei damals das meiste Geld von den Risikokapitalfirmen Andreessen Horowitz und Union Square Ventures stammte.

Nun möchte Dapper Labs sein beachtliches Budget für eine räumliche und personelle Expansion nutzen. Die in Kanada ansässige Firma plant, ein Tochterunternehmen in den USA zu gründen. Weiterhin sollen von zahlreichen namhaften Unternehmen, vor allem aus der Unterhaltungs- und Spieleindustrie, Mitarbeiter abwerben. Dazu zählen laut Pressemitteilung neben Disney und Ubisoft unter anderem auch der Candy Crush-Hersteller Zynga.

Doch auch wenn CryptoKitties finanziell gut aufgestellt sein mag und erst vor kurzem den beachtlichen Meilenstein von einer Million gezüchteten Katzen erreichte: Von einer Massenadaption ist das Spiel noch Lichtjahre entfernt. Laut DappRadar ist CryptoKitties mit gerade einmal 434 Spielern in den letzen 24 Stunden auf Platz sechs der meistgenutzen dezentralen Applikationen (dApps). Es liegt zwei Plätze hinter einem weiteren Sammelspiel namens Etheremon. 

Werden Spiele wie CryptoKitties bei der Allgemeinbevölkerung das Begeisterung für die Blockchain wecken? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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