ConsenSys greift nach den Sternen – übernimmt Weltraum-Bergbaufirma Planetary Resources

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Das Blockchain-Unternehmen ConsenSys hat den Raumfahrt-Konzern Planetary Resources aufgekauft, dessen Hauptziel der Abbau von Rohstoffen auf Asteroiden ist. Der Konzern hatte im Januar seinen zweiten Erkundungssatelliten erfolgreich gestartet, war dann allerdings in finanzielle Schieflage geraten.

Während im 20. Jahrhundert vor allem staatliche Behörden wie die NASA das Weltall für die Menschheit erschlossen, sind heutzutage auch zahlreiche privatwirtschaftliche Akteure in der Raumfahrt aktiv. Einer davon, das amerikanische Unternehmen Planetary Resources, wurde nun durch den Blockchain-Konzern ConsenSys aufgekauft. Dies wurde in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Mittwoch bekannt gegeben.

Visionäre mit Geldsorgen

Planetary Resources wurde 2009 unter dem Namen Arkyd Astronautics gegründet und verfolgt das ambitionierte Ziel, Rohstoffe auf Asteroiden abzubauen, z.B. Wasser oder Edelmetalle. Im Jahr 2012 konnte das Unternehmen die Unterstützung des  Google-Mitgründers Larry Page und des berühmten Regisseurs James Cameron für sich gewinnen. 2015 hatte das Unternehmen mit Arkyd-3R den ersten Erkundungssatelliten erfolgreich gestartet, im Januar dieses Jahres folgte mit Arkyd-6 ein weiterer.

Im Monat darauf wurde allerdings bekannt, dass Planetary Resources ein wichtiges Finanzierungsziel verfehlt habe und daher seine Pläne habe zurückschrauben müssen. Offenbar wurde die Lage im August so ernst, dass die Firma zeitweise eine Versteigerung ihrer technischen Gerätschaften geplant hatte.

Führende Mitarbeiter übernommen

Diese Geldsorgen dürften sich dank der Übernahme durch ConsenSys nun erledigt haben. Laut der Pressemitteilung soll das bisherige Planetary Resources-Hauptquartier in Redmond im US-Bundesstaat Washington weiter betrieben werden.

Außerdem sollen der bisherige CEO Chris Lewicki und Brian Israel, der Leiter der Rechtsabteilung, von nun an für ConsenSys arbeiten. Vor der Gründung von Planetary Resources war Lewicki bei der NASA für die Mars-Sonden Spirit, Opportunity und Phoenix zuständig gewesen, welche zwischen 2004 und 2008 auf dem roten Planeten landeten. Isreal hatte sich zwischen 2009 und 2017 für das US-Außenministerium mit Fragen des internationalen Rechts in Bezug auf des Weltall beschäftigt.

ConsenSys-CEO und Ethereum-Mitgründer Joseph Lubin äußerte seine Bewunderung für das „Weltklasse-Talent“ von Planetary Resources. Die Übernahme reflektiere „unseren Glauben an die Demokratisierung und Dezentralisierung der Weltraum-Bemühungen, um unsere Spezies zu vereinen und ungenutztes Menschliches Potential freizuschalten“, so Lubin.

Werden wir noch zu unseren Lebzeiten kommerziellen Bergbau im Weltraum erleben? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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