Coinbase lockt hochqualifiziertes weibliches Personal mit 5.000 Dollar für Eizellen-Einfrierung

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Die Exchange Coinbase bietet ihren Angestellten und deren Partnern umfassende Leistungen zum Erhalt der Fruchtbarkeit. Pro Person können bis zu 5.000 US-Dollar unter anderem für das Einfrieren von Eizellen beansprucht werden. Der Konzern hofft, dadurch talentierte Mitarbeiter für sich gewinnen zu können.

Die Nachfrage nach hochqualifizierten Blockchain-Fachkräften steigt immer weiter, während das Angebot fürs Erste begrenzt bleibt. Entsprechend müssen die Konzerne der Branche etwas zu bieten haben, wenn sie Ausnahmetalente an sich binden wollen. Coinbase, die milliardenschwere Exchange aus San Francisco, stellt ihrem Personal daher teure Fruchtbarkeitsbehandlungen zur Verfügung, wie CoinDesk heute berichtete. Pro Person und Jahr stünden 5.000 US-Dollar zur Verfügung.

Kind aus der Kühltruhe

Zu den Leistungen gehört unter anderem das Einfrieren von Eizellen. Dadurch soll es Mitarbeiterinnen ermöglicht werden, sich in jungen Jahren auf die Karriere zu konzentrieren, ohne dabei die Familienplanung aufgeben zu müssen. Während Frauen normalerweise mit fortschreitendem Alter ihr Fruchtbarkeit verlieren, können sie sich dank moderner Gefriertechnik nun die zuvor tiefgekühlten Zellen wieder einpflanzen lassen und so den Kinderwunsch erfüllen.

Wie Nathalie McGrath, die Vizepräsidentin von Coinbase‘ Personalabteilung, erklärte, umfassen die Fruchtbarkeitsleistungen außerdem In-vitro-Befruchtungen, Leihmutterschaften und vieles mehr. Sie stünden allen Mitarbeiten und ihren Partnern zur Verfügung, unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung.

Coinbase arbeitet dafür mit dem Fruchtbarkeits-Startup Carrot zusammen. Dessen CEO Tammy Sun berichtete CoinDesk, das mehrere andere Krypto-Unternehmen ebenfalls in Erwägung zögen, ähnliche Leistungen anzubieten. Große Tech-Unternehmen wie Facebook und Apple bezahlen ihrem Personal schon seit Jahren das Einfrieren von Eizellen.

Volle Kassen

Coinbase kann sich solche teuren Bonusprogramme leisten. Obwohl Nutzerzahlen und Handelsvolumen der Exchange seit Ende des letzten Jahres um etwa 80 Prozent zurückgegangen sind, konnte die Firma kürzlich in einer neuen Finanzierungsrunde 300 Millionen US-Dollar einsammeln. Größter Investor war der Hedgefonds Tiger Global.

Laut Emilie Choi, Coinbase‘ Vizepräsidentin für Unternehmensentwicklung, habe der Konzern das Geld nicht einmal nötig gehabt. Man habe nur die Gelegenheit nutzen wollen, Reserven für „einen regnerischen Tag“ anzulegen.

Auch Hal Finney, bekannter Bitcoiner und Empfänger der ersten 10 Bitcoins, nutzte die Technik des Einfrierens. Als Mann ließ er allerdings nicht seine Eierstöcke, sondern seinen ganzen Körper einfrieren. Er erkrankte an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) und wurde auf seinen Wunsch hin eingefroren. Er hofft darauf, wieder aufgetaut und reanimiert zu werden, sobald eine Methode gefunden wurde, die muskellähmende Krankheit zu heilen.

Wird sich Coinbase‘ Agenda letztendlich auszahlen oder wirft der Konzern sein Geld zum Fenster raus? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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