Coinbase: Das Big-Tech der Krypto-Szene?

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Coinbase' Ankündigung hat wahrscheinlich zum jüngsten Aufwind im Kryptomarkt beigetragen | © Depositphotos
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Coinbase hat den Fonds Coinbase Custody gestartet und will damit institutionellen Investoren in den Krypto-Markt locken. Entfernt sich die kalifornische Firma damit immer weiter von der Basis der Kleininvestoren, die Bitcoins Aufstieg getragen haben oder bereiten sie den Weg für steigende Kurse?

Coinbase ist eines der erfolgreichsten Unternehmen in der Krypto-Sphäre und verwaltet nach eigenen Angaben Kryptowährungen im Wert von über 20 Milliarden Dollar. Heute wurde der Start von Coinbase Custody bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um einen Vermögensverwaltungsdienst. Bereits letzte Woche seien die ersten Einzahlungen eingegangen, heute sei nun der offizielle Start.

Die meisten Leser dieses Artikels werden aber wohl leider nicht teilnehmen können, da zur Teilnahme ein Minimum von zehn Millionen Dollar eingezahlt werden muss. Die Startgebühr hat Coinbase-CEO Brian Armstrong in seiner ersten Ankündigung des Projektes letzten November mit 100.000 Dollar auch nicht gerade niedrig angesetzt.

Aber um den Kleinanleger geht es hier auch gar nicht. Viel mehr sollen institutionelle Investoren angeworben werden, die bislang noch mit dem Wild-West-Image fremdeln, das Kryptowährungen anhängt. Armstrong zufolge würden zehn Milliarden Dollar an institutionellen Geldern nur darauf warten, investiert zu werden.

Zunächst würden die vier Kryptowährungen von Custody unterstützt werden, die aktuell bei Coinbase gegen Fiatgeld erhältlich sind (Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin und Ethereum). Weitere sollen folgen.

Für manche mag damit die lang ersehnte Geldspritze kommen, die den Bärenmarkt beenden könnte. Andere sehen dagegen eine Gefahr und die Abkehr von Satoshis Vision. Denn wenn sich Macht und Mittel in einem Unternehmen immer mehr zentralisieren, könnte Coinbase zu einer Art Google der Krypto-Szene avancieren.

Auch in anderen Punkten hat sich Coinbase kürzlich den Mächtigen angebiedert. Im Februar übergaben sie der US-Steuerbehörde Daten von 13.000 Kunden und schlossen im April die Enthüllungsplattform WikiLeaks von ihren Diensten aus.

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