Full Nodes aus dem All: Blockstreams ambitioniertes Satelliten-Programm wird ausgeweitet

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Full Nodes von Satelliten empfangen. Blockstream machts möglich. | © Depositphotos
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Das Entwickler-Unternehmen Blockstream hat die zweite Phase seines Satellitenprogramms gestartet. Dadurch kann die Bitcoin-Blockchain nun auch in Asien und Australien empfangen werden. Zudem wird bald jeder mit Hilfe von Lightning-Zahlungen Daten per Satellit versenden können.

Blockstream ist das wahrscheinlich einflussreichste Unternehmen, wenn es um die Entwicklung der grundlegenden Infrastruktur des Bitcoin (BTC) geht. So veröffentlichte die Firma im Oktober die Liquid-Sidechain und entwickelt das Lightning Netzwerk maßgeblich mit. Letzteres soll Transaktionen über eine zweite Ebene off-chain, also jenseits der Bitcoin-Blockchain ermöglichen.

Bitcoin aus dem All

Das bislang spektakulärste Vorhaben des Unternehmens dürfte aber sicherlich Blockstream Satellite darstellen. Dabei wird die Bitcoin-Blockchain seit August 2017 über gemietete Satelliten nach Europa, Amerika und Afrika gesendet. Am Montag verkündete die offizielle Twitter-Präsenz von Blockstream den erfolgreichen Start der zweiten Phase des Projekts. Im Rahmen dessen wurde ein weiterer Satellit aktiviert, der nun auch Asien und Australien immer auf dem neusten Stand der Blockchain hält.

Dank Blockstream Satellite ist quasi jeder Mensch in der Lage, eine Full Node herunterzuladen, selbst wenn er in einem Entwicklungsland mit unzuverlässigem Internet lebt. Das Signal lässt sich kostenlos über eine handelsübliche Fernsehantenne empfangen.

Sendezeit über Lightning erwerbbar

Schon bald soll man über die Satelliten nicht nur Daten empfangen, sondern auch senden können. Ab Januar 2019 bietet Blockstream hierzu eine eigene Programmierschnittstelle (API) für die Trabanten im All an. Diese können Entwickler in ihre eigenen Anwendungen integrieren oder auch ganz neue Applikationen schaffen.

Es wird jedem offen stehen, verschlüsselte oder unverschlüsselte Nachrichten über die Satelliten zu versenden. Dabei ergeben sich unvergleichliche Vorteile für die Privatsphäre der Nutzer, denn anders als beim Internet lassen sich Sender und Empfänger nicht aus den verschickten Daten herauslesen.

Das Versenden von Daten soll durch Transaktionen über das Lightning Netzwerk bezahlt werden.

Wird die Implementierung in das Satellitenprogramm einen großen Beitrag zur Verbreitung des Lightning Netzwerks leisten? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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