Bitcoin könnte Ethereum dank Sidechains Konkurrenz machen

13.10.2018 17:45 1590 mal gelesen Lesezeit: 3 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Sidechains ermöglichen es Bitcoin, Smart Contracts ähnlich wie Ethereum zu nutzen, indem sie eine zusätzliche Ebene für komplexe Transaktionen bieten.
  • Durch die Implementierung von Sidechains könnte Bitcoin von der erhöhten Funktionalität profitieren und dadurch neue Anwendungsfälle erschließen.
  • Die Nutzung von Sidechains kann die Skalierbarkeit und Effizienz von Bitcoin verbessern, was es zu einem direkten Wettbewerber von Ethereum macht.

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Mittels sogenannter Sidechains ist es möglich dezentrale Applikationen (dApps) auf der Bitcoin-Plattform zu bauen. Rootstock arbeitet seit Jahren an einem Protokoll, welches Sidechains mit Bitcoins Blockchain kompatibel macht. Möglicherweise könnte Bitcoin dank dieser Technologie Ethereum und anderen Smart Contract-Plattformen langfristig den Rang ablaufen. In der Tat hat Ethereum Bitcoin einiges voraus. Das Netzwerk dient als innovatives Fundament für die Gründung von Smart Contracts, während Bitcoin "nur" ein interessantes alternatives Währungsmodell darstellt.

Das könnte sich aber langfristig ändern, denn es gibt bereits die Möglichkeit über Sekundärblockchains, sogenannte Sidechains, dApps auf der Bitcoin-Plattform zu bauen. Die Speerspitze dieser Entwicklung bildet Rootstock. Aber vorher möchte ich erst einmal erläutern, was denn überhaupt eine Sidechain ist.

So funktioniert eine Sidechain

Als Sidechain bezeichnet man eine Blockchain mit eigenen Minern und Nodes, die allerdings als „Tochterblockchain“ plastisch gesprochen, mit den Digitalwährungen der „Mutterblockchain“ genährt wird. Dieses Modell erlaubt, dass zum Beispiel BTC von der Bitcoin-Blockchain extrahiert werden, um dann wiederum auf einer anderen Blockchain, einer Tochterblockchain, genutzt zu werden.

Über diesen Mechanismus können dApps gebaut werden, ohne die Mutterblockchain maßgeblich zu verändern. Verknüpft sind Sidechains mit der Mutterblockchain über einen Zweiweg-Filter. Soll ein Token auf eine Sidechain gesandt werden, wird er eingefroren. Daraufhin werden Äquivalente dieses Tokens zu einer festgelegten Rate auf der Sidechain aufgetaut. Tatsächlich verlässt ein Token also zu keinem Zeitpunkt die Mutterblockchain, er wird lediglich solange eingefroren, bis die Token-Äquivalente der Sidechain wieder zu dem Zweiweg-Filter geschickt werden.

Sicherheit

Sidechains sind für ihre eigene Sicherheit verantwortlich. Sollte eine Sidechain kompromittiert werden, bleibt der Schaden auf diese Tochterblockchain begrenzt. Andersherum bleibt eine Sidechain weiterhin intakt, wenn die Mutterblockchain gehackt wird. Allerdings würden auch die Äquivalent-Tokens der Sidechains massiv an Wert einbüßen. Problematisch für die Sicherheit von Sidechains ist, dass ihre Miner nur einen geringen Anreiz haben dem Netzwerk Rechenleistung zur Verfügung zu stellen.

Denn die Miner werden hier ausschließlich mit Transaktionsgebühren entlohnt, ein herkömmlicher Mining-Reward wird hier nicht ausgeschüttet. Daher wurde das sogenannte Merged-Mining (verschmolzenes Mining) erfunden, welches gleichzeitig der betreffenden Sidechain wie auch der Mutterchain Rechenleistung zur Verfügung stellt, wodurch auch wieder eine Beteiligung am Block-Reward gewährleistet ist. Problematisch ist, dass sich der Tausch der Tokens zwischen den Blockchains nur sehr schwer automatisieren lässt. In vielen Fällen sind daher sogenannte Föderationen vonnöten, welche den Tausch zentral navigieren. Hier gibt es wiederum verschiedene Mechanismen um diese Aufgabe zu dezentralisieren und sogar ein Stück weit zu automatisieren.

Eine Methode davon heißt Drivechain. Dabei müssen Miner über den Tausch abstimmen. Je mehr an der Abstimmung teilnehmen, desto sicherer. Weitere Modelle sind auf der Webseite von Rootstock (RSK) im Detail ausgeführt.

Rootstock

Bei Rootstock handelt es sich um eine Smart Contract-Plattform, die durch ein Sidechain-ähnliches Modell an die Bitcoin-Blockchain geknüpft ist. Tatsächlich wird hier ein Modell gewählt, welches ein Hyrid aus Drivechain, Sidechain und Föderationen ist. Je weniger Miner im RSK-Netzwerk aktiv sind, desto mehr müssen Föderationen den Tausch navigieren. So kann ein dynamischer Wechsel zwischen dezentraler und zentraler Navigation gewährleistet werden, um maximale Sicherheit zu garantieren.

Eine reine Sidechain-Technologie mit automatischen Täuschen per Smart Contracts wäre auf der Bitcoin-Blockchain nur möglich, wenn vorher eine entsprechende Hard Fork implementiert würde. Solange muss Rootstock mit dem Drivechain-Modell auskommen. Das hat die Entwickler allerdings nicht davon abgehalten am 2. Januar dieses Jahres das Mainnet Bamboo zu starten. Rootstock hat einige Vorteile gegenüber alternativen Smart Contract-Plattformen wie etwa Ethereum.

Der offensichtlichste ist, dass RSK auf der beliebtesten, ältesten und sichersten Blockchain, nämlich derjenigen des Bitcoins fußt. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Merged-Mining nicht mehr Rechenkapazität verbraucht als gewöhnliches Bitcoin-Schürfen. Außerdem erhält man man für das Merged Mining noch zusätzliche RSK-Tokens (auch Smart Bitcoins genannt), sodass sich Mining sogar noch mehr auszahlt. Hältst Du es für möglich, dass Bitcoin Ethereum einmal vollständig ersetzt? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!


Sidechains: Die nächste Generation der Kryptowährungs-Plattformen

Was ist eine Sidechain?

Sidechain ist eine separate Blockchain, die mit der Hauptblockchain verbunden ist. Sie ermöglicht die Übertragung von Vermögenswerten und Informationen von einer Blockchain zu einer anderen.

Wie könnten Sidechains Bitcoin konkurrenzfähig mit Ethereum machen?

Sidechains ermöglichen es Bitcoin, dieselbe Flexibilität und Interoperabilität zu erreichen wie Ethereum, ohne seine eigene Haupt-Blockchain zu belasten. Auf diese Weise könnte Bitcoin von den Vorteilen von Ethereum profitieren, ohne seine eigenen Stärken aufzugeben.

Was sind die potenziellen Vorteile von Sidechains?

Sidechains könnten Transaktionszeiten verkürzen, die Skalierbarkeit erhöhen und mehr Optionen für Smart Contracts und Dapps bereitstellen, während gleichzeitig die Sicherheit der Haupt-Blockchain beibehalten wird.

Gibt es Risiken bei der Verwendung von Sidechains?

Ja, es gibt Risiken. Obwohl Sidechains potenziell viele Vorteile bieten, sind sie auch anfällig für Angriffe und können möglicherweise destabilisierend wirken, wenn sie nicht ordnungsgemäß implementiert werden.

Sind Sidechains schon im Einsatz?

Ja, es gibt bereits mehrere Projekte, die Sidechains verwenden. Liquid Network und Rootstock (RSK) sind Beispiele für Bitcoin-Sidechains.

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Zusammenfassung des Artikels

Rootstock arbeitet an einem Protokoll, das Sidechains mit Bitcoins Blockchain kompatibel macht und es ermöglicht, dezentrale Applikationen (dApps) auf der BitcoinPlattform zu entwickeln. Dies könnte langfristig dazu führen, dass Bitcoin Ethereum und anderen Smart-Contract-Plattformen den Rang abläuft.

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Informieren Sie sich über die Grundlagen von Sidechains und wie sie funktionieren. Es ist wichtig, die Technologie hinter Bitcoin und Ethereum zu verstehen, um die Auswirkungen von Sidechains auf diese Kryptowährungen nachvollziehen zu können.
  2. Verfolgen Sie die neuesten Nachrichten und Entwicklungen in der Kryptowährungsbranche. Dies wird Ihnen helfen, zu verstehen, wie und warum Bitcoin Ethereum Konkurrenz machen könnte.
  3. Investieren Sie nicht blind in eine Kryptowährung, nur weil Sie gehört haben, dass sie an Wert gewinnen könnte. Machen Sie Ihre eigene Recherche und treffen Sie eine fundierte Entscheidung.
  4. Betrachten Sie die Risiken sowie die Vorteile. Während die Möglichkeit besteht, dass Bitcoin durch Sidechains an Wert gewinnt, gibt es auch Risiken, die mit dieser Technologie verbunden sind.
  5. Besuchen Sie Online-Foren und Diskussionsgruppen zum Thema Kryptowährungen. Hier können Sie sich mit anderen austauschen, Fragen stellen und von den Erfahrungen anderer lernen.